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'Rib & Rob' im Kader

Bayern wollen 'ein Zeichen setzen'

Der Auftrag für den FC Bayern vor dem 22. Bundesligaspieltag ist klar: Nach dem verpassten Sprung auf den zweiten Tabellenplatz in der vergangenen Woche durch das 2:3 in Köln zählt für den Rekordmeister im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim am Samstag (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) nur ein Sieg, um den Drei-Punkte-Rückstand auf Bayer Leverkusen nicht größer werden zu lassen.

„Wir müssen jetzt nach vorne schauen und auf jeden Fall punkten, damit wir den zweiten Platz erreichen“, sagte Kapitän Philipp Lahm vor der Partie gegen den Tabellen-Siebten aus dem Kraichgau. Die Niederlage in Köln sei „sehr, sehr bitter und enttäuschend“ gewesen, so Lahm, der forderte: „Es ist wichtig, jetzt ein Zeichen zu setzen.“

Das sieht auch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge so, der nach den „fahrlässigen Punktverlusten auswärts“ die Ziele des FC Bayern „gefährdet“ sieht. In der jetzt beginnenden „heißen Phase der Saison“ müsse die Mannschaft „mehr in die Pflicht und damit in die Verantwortung genommen werden“, betonte Rummenigge und forderte „90 und nicht wie in Köln nur 45 Minuten Konzentration, Leidenschaft und Engagement.“

Die in der Tabelle auf Rang fünf zurückgefallenen Bayern können gegen die Gäste aus Nord-Baden auf ihre Heimstärke vertrauen. Sieben von zehn Spielen in dieser Saison wurden gewonnen, mit 23 Punkten stellt der Titelverteidiger die beste Heimmannschaft der Liga. „Zuhause haben wir sehr positive Ergebnisse eingefahren, das wollen wir auch gegen Hoffenheim machen“, kündigte Andreas Ottl an.

Premiere für Rib & Rob?

Erstmals in dieser Saison könnten Franck Ribéry und Arjen Robben gegen Hoffenheim in der ausverkauften Allianz Arena gemeinsam auf dem Platz stehen. Robben ist nach einer Erkältung, wegen der er in Köln gefehlt hatte, wieder fit und hat die ganze Woche gemeinsam mit Ribéry an der Säbener Straße trainieren können. Ob Rib & Rob von Beginn an auflaufen werden, ließ der Trainer allerdings noch offen.

Auch Torjäger Mario Gomez hat die Knieblessur, wegen der er das Länderspiel gegen Italien unter der Woche abgesagt hatte, überwunden und brennt auf seinen ersten Treffer gegen Hoffenheim im FCB-Trikot. „Wir müssen auf jeden Fall gewinnen“, sagte der im Winter von Hoffenheim nach München gewechselte Brasilianer Luiz Gustavo vor seinem ersten Spiel gegen seinen Ex-Verein. „Wir sind sehr gut vorbereitet, wir sind bereit.“

Selbstbewusste Hoffenheimer

Doch das gilt auch für die Gäste aus dem Kraichgau, die nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen mit großem Selbstvertrauen nach München reisen. „Wir wollen auch dort punkten, sonst bräuchten wir gar nicht hinzufahren“, sagte Trainer Marco Pezzaiuoli, der allerdings weiß: „Die Bayern werden nach der Niederlage in Köln mit viel Wut gegen uns auflaufen. Da müssen wir dagegen halten”, so der neue 1899-Coach.

Ein besonderes Spiel wird der Auftritt in der Allianz Arena für David Alaba. Der defensive Mittelfeldspieler war im Winter im Zuge des Transfers von Gustavo von den Bayern nach Hoffenheim gekommen und hat sich auf Anhieb in die Stammelf gespielt. „David ist eines der größten Talent in Europa“, lobte Pezzaiuoli den 18-Jährigen. Mit Edson Braafheid wird es dagegen kein Wiedersehen geben, der Niederländer, ebenfalls in der Winterpause nach Hoffenheim gewechselt, fehlt aufgrund einer Rot-Sperre.

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