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Damit die Null steht

Die Bayern schrauben an ihrer Defensive

Seit Samstag ist das Comeback von Robbery in aller Munde. Die endlich wieder vereinte Flügelzange des FC Bayern wirbelte beim 4:0 gegen 1899 Hoffenheim die gegnerische Defensive durcheinander. Gleichzeitig sorgte sie aber auch für mehr Stabilität in der eigenen Hintermannschaft. Denn mit Rib & Rob auf den Flügeln konnte Bastian Schweinsteiger auf der Sechs und Thomas Müller auf der Zehn spielen. „Dann ist unser Spiel kompakter“, meinte Christian Nerlinger, der es „sehr, sehr wichtig“ fand, „dass wir unser Defensivkonzept überdacht haben.“

Das schlug sich auch im Ergebnis nieder. Erstmals nach der Winterpause kassierten die Münchner in der Bundesliga kein Gegentor. „Dieses Zu-Null ist wichtig für uns“, meinte Holger Badstuber, der Schweinsteigers Rolle auf der Position vor der Viererkette hervorhob. „Für uns in der Abwehr ist er dort sehr wertvoll.“

Kompakter und zurückgezogener

Doch die neue Formation war nicht der einzige Grund für die defensive Stabilität gegen Hoffenheim. „Wir haben uns ein bisschen mehr zurückgezogen, standen enger zusammen mit allen Mannschaftsteilen“, erzählte Philipp Lahm. In der Ballbesitz-Statistik hatten die Bayern mit 51 Prozent auch einen ungewöhnlich niedrigen Wert für ihre Verhältnisse. Gerade gegen spielstarke Gegner wie Hoffenheim sei diese abwartendere Ausrichtung aber von Vorteil, meinte Badstuber. „Bei Fehlern des Gegners können wir dann die Räume nach vorne nutzen.“

Und noch an einer dritten Schraube haben die Bayern in der Defensive gedreht: „Wichtig ist, dass wir zusammen verteidigen und eine gewisse Ordnung und Disziplin im Abwehrverhalten zeigen. Dann hat es der Gegner schwer, Chancen zu kreieren“, sagte Badstuber. Gegen Hoffenheim setze die Mannschaft dies um. „Jeder hat defensiv mitgearbeitet“, stellte Lahm zufrieden fest.

'Robbery' auch defensiv gefordert

Auch Louis van Gaal hob nach dem Hoffenheim-Spiel die Bedeutung der gesamten Mannschaft in der Abwehrarbeit hervor. Robben und Ribéry erhielten von ihm daher nicht nur wegen ihrer Offensivleistung ein Lob. „Für mich war heute auch wichtig, dass sie im Dienst der Mannschaft gespielt haben“, sagte der FCB-Chefcoach.

„Ich spiele nicht für mich, ich spiele für die Mannschaft und den FC Bayern“, stellte sich Ribéry selbst voll in den Dienst der Mannschaft. Am Samstag in Mainz wird er daher wieder mithelfen, dass hinten die Null steht. Auswärts ist den Bayern das in dieser Bundesliga-Saison übrigens erst einmal gelungen, beim 0:0 in Hamburg Mitte Oktober. Höchste Zeit also für eine Wiederholung.

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