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'Ein Spiel auf Augenhöhe'

FCB mit breiter Brust nach Mailand

Raus aus dem Schnee, rein in die Sonne? Denkste! Das Land, in dem die Zitronen blühen, empfing den FC Bayern am Dienstag mit einer geschlossenen Wolkendecke, hinter der die Sonne ihre italienische Forza nur andeuten konnte. Aber immerhin: Die Temperaturen waren mit zehn Grad über null deutlich angenehmer als noch beim Abflug in München.

Richtig heiß präsentierten sich die Bayern einen Tag vor Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Inter Mailand (Mittwoch, ab 20.30 Uhr im Liveticker und im Webradio), der Neuauflage des letztjährigen Endspiels, das der FC Bayern 0:2 gegen die Nerazzurri verloren hat. „Es ist eine große Herausforderung für unsere Mannschaft. Aber wir sind gerüstet“, meinte Christian Nerlinger, „in den letzten Spielen haben wir uns sehr gut präsentiert. Deswegen fahren wir mit Selbstvertrauen nach Mailand.“

Auch Karl-Heinz Rummenigge ist überzeugt, der aktuell „erfolgreichsten Mannschaft der Welt“ (Bastian Schweinsteiger), die im letzten Jahr Klub-WM, Champions League, Meisterschaft und Pokal gewann, Paroli bieten zu können. „Es ist ein Spiel, in dem Bayern München weder Favorit noch Außenseiter ist. Es ist ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte der FCB-Vorstandsvorsitzende, bevor er am Mittag in München in die Lufthansa-Maschine stieg, die insgesamt 230 Personen nach Italien beförderte.

Glücksbringer Olic

In Mailand stehen Louis van Gaal alle 19 fitten Spieler zur Verfügung. Der FCB-Chefcoach nahm zudem den langzeitverletzten Ivica Olic mit, der ebenso Glück bringen soll wie Bomber Gerd Müller und Weltmeister Andreas Brehme. Doch auf Glück allein wollen sich die Bayern nicht verlassen. Ihre Brust ist nach den jüngsten Siegen in der Bundesliga gegen Mainz und Hoffenheim breit.

Voller Zuversicht geht der deutsche Rekordmeister daher in das Duell mit Inter Mailand. „Von der Qualität sind wir auf einem Niveau“, meinte Mario Gomez, der in der Torjägerliste der Champions League nur einen Treffer weniger auf dem Konto hat als der Führende Samuel Eto’o von Inter Mailand. „Wir wollen unbedingt weiterkommen. Wir wollen beide Spiele gewinnen“, betonte Schweinsteiger. Thomas Müller sagte: „Ängstlich sind wir auf keinen Fall.“

Nicht verlieren und ein Tor schießen

Solche Aussagen gefallen Nerlinger. „Ich freue mich, dass sich unsere Spieler sehr selbstbewusst geäußert haben. Das zeigt, dass die Mannschaft von sich überzeugt ist“, meinte der FCB-Sportdirektor, der mit einem Unentschieden im Hinspiel zufrieden wäre. „Nicht zu verlieren“, gab Rummenigge als Ziel aus. „Es wäre schön, wenn wir da ein Tor machen. Ans Gewinnen wage ich im Moment noch nicht zu denken.“

Denn auch wenn der Tabellendritte der italienischen Serie A in dieser Saison noch nicht ganz an seine Vorjahresleistung anknüpfen konnte, ist es immer noch Inter Mailand. „Wir tun gut daran, vor diesem Gegner großen Respekt zu haben“, betonte Rummenigge, „Inter Mailand ist individuell hochkarätig besetzt. Wer diese Mannschaft unterschätzt, wird Probleme kriegen.“

Wie im letzten Jahr

Der ehemalige Inter-Stürmer appellierte daher an das Team von Louis van Gaal, wieder „die Attribute des letzten Jahres“ an den Tag zu legen: „Wille, Kampf, Konzentration und Leidenschaft - dann können wir auch dieses Jahr wieder unseren Weg machen“, meinte Rummenigge. Dass das Rückspiel in drei Wochen (15. März) in der heimischen Allianz Arena stattfindet, sei zudem „ein kleiner Vorteil“, glaubt Schweinsteiger.

Den ersten Schritt zum Weiterkommen gilt es am Mittwoch in Mailand zu machen. „Wir wollen ein sehr, sehr gutes Ergebnis fürs Rückspiel erzielen“, sagte Gomez, „wir wollen uns eine gute Ausgangsposition verschaffen.“ An Motivation mangelt es nicht, wie Schweinsteiger berichtete: „Wir sind so heiß auf das Spiel, dass wir am liebsten schon heute spielen würden.“

Für fcbayern.de in Mailand: Nikolaus Heindl

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