präsentiert von
Menü
Ohne Sneijder und Lucio

FCB-'Spion' Bout sieht knappen Inter-Sieg

57.891 Zuschauer im Stadio Giuseppe Meazza sahen am Samstagabend Fußball-Magerkost. Ein frühes Tor von Andrea Ranocchia (7. Minute) entschied das Spiel zwischen Inter Mailand und Cagliari Calcio für die Gastgeber. Es war das einzige Highlight einer umkämpften Partie. Dennoch wird Marcel Bout sicherlich vieles zu berichten haben. Er war als Spion des FC Bayern unter den Zuschauern in Mailand. Am Montag erwartet Louis van Gaal seinen Bericht.

Dass sie es mit einem starken Team zu tun bekommen werden, wissen die Bayern aber ohnehin schon. „Wir spielen gegen den Champions-League-Sieger. Das sind sie nicht geworden, weil sie nicht Fußball spielen können“, sagte Van Gaal im FCB.tv-Interview. Daran habe auch der zweifache Trainerwechsel nichts geändert.

Leonardo liebt 'offensive Spielweise'

José Mourinho, der Inter in der letzten Saison zum Triple geführt hatte, verließ die Nerazzurri im Sommer Richtung Real Madrid. Sein Nachfolger Rafael Benitez blieb glücklos und wurde am 24. Dezember durch Leonardo ersetzt. Unter dem Brasilianer fand Inter zurück zu alter Stärke. Durch neun Siege in den letzten elf Ligaspielen rückte Inter bis auf fünf Punkte an Spitzenreiter AC Milan heran.

Die Stärke ist also zurück, anders ist jedoch die Spielphilosophie. Legte Mourinho noch größten Wert auf die Abwehrarbeit, liegt dem Brasilianer Leonardo mehr die Offensive am Herzen. „Eine offensive Spielweise und guter Fußball sind meine Ziele“, erklärte der 41-Jährige, „im Fußball geht es um Tore.“

Lucio zurück im Training

Diese geänderte Ausrichtung ist auch den Bayern nicht verborgen geblieben. „Sie sind nicht so gut organisiert und nicht so stark wie letztes Jahr“, meinte Danijel Pranjic. „Inter ist vielleicht nicht so stark wie letztes Jahr unter Mourinho“, glaubt auch Franck Ribéry, „aber diese Mannschaft ist sehr schwer zu schlagen. Inter Mailand ist ein großer Klub mit großen Spielern.“

Mit Samuel Eto’o zum Beispiel. Oder mit Lucio. Oder mit Wesley Sneijder. Ob die beiden Letzteren am Mittwoch gegen den FC Bayern auch spielen werden, ist allerdings offen. Lucio, der seit drei Wochen wegen einer Adduktorenverletzung fehlt, kehrte letzten Donnerstag ins Mannschaftstraining zurück, gehörte gegen Cagliari aber noch nicht zum Kader. Weil er noch nicht 100-prozentig fit sei, wie Leonardo erklärte.

Leonardo stellt um

Das gilt auch für Sneijder. Der holländische Spielmacher kam gegen Cagliari wegen Leistenproblemen ebenfalls nicht zum Einsatz. Zudem schonte Leonardo Esteban Cambiasso und stellte seine Mannschaft nicht wie gewohnt im 4-3-1-2-System auf, sondern im 4-2-3-1. Und am Mittwoch? Van Gaal rechnet auf jeden Fall mit einer „sehr starken Mannschaft“ der Italiener. Mit Cambiasso, mit Sneijder, mit Lucio.

Inter Mailands Aufstellung gegen Cagliari:
Julio Cesar - Maicon, Ranocchia, Cordoba, Nagatomo - Zanetti, Thiago Motta (72. Cambiasso) - Pandev, Kharja (78. Mariga), Eto'o (61. Stankovic) - Pazzini

Weitere Inhalte