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Die Stimmen zum Köln-Spiel

'Haben eine große Chance vergeben'

Nach dem Schlusspfiff saß Louis van Gaal noch lange auf der Trainerbank im RheinEnergie-Stadion und legte sich seine Worte zurecht. Was sollte man zu dieser 2:3-Niederlage in Köln sagen? Zur Halbzeit hatte seine Mannschaft noch 2:0 geführt. „Es ist unglaublich, dass wir wieder, und zwar schon zum vierten oder fünften Mal, ein Spiel weggeben“, ärgerte sich der FCB-Chefcoach - auch weil sowohl Leverkusen (0:1 in Nürnberg) als auch Dortmund (0:0 gegen Schalke) Punkte gelassen hatten. „Wir haben heute eine große Chance vergeben.“

Die Stimmen im Überblick:

Louis van Gaal: „Wir haben heute eine große Chance vergeben, weil alle unsere Konkurrenten außer Hannover verloren haben. Wenn man die erste Halbzeit so souverän spielt wie wir, ist es unglaublich, dass wir wieder, und zwar schon zum vierten oder fünften Mal, ein Spiel weggeben. Wir haben das Spiel unter Kontrolle, wir machen Tore, zwei Tore müssen normalerweise genug sein. Aber wir konnten nicht 90 Minuten konzentriert spielen. Nach dem 3:2 haben wir alles versucht, aber da war es zu spät. Es ist unsere eigene Schuld.“

Philipp Lahm: „So eine Niederlage ist sehr bitter, das tut weh. Wir machen uns das Leben selbst schwer. Wir machen zu viele Fehler im Spielaufbau, sind nicht aggressiv genug in den Zweikämpfen. Dann war es viel zu einfach. So leicht darf der Gegner nicht zu Torchancen kommen. Wir haben in der Kabine noch einmal angesprochen, dass wir aggressiv rausgehen wollen, dass wir in den ersten Minuten aufpassen müssen. Aber es ist uns wieder nicht gelungen, zu Beginn der zweiten Halbzeit unsere Leistung abzurufen, so weiterzuspielen wie in der ersten Halbzeit. Natürlich war Köln dann aggressiver. Aber da muss man dagegenhalten. Wir haben mal wieder die ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit absolut verschlafen und so wichtige Punkte einfach hergeschenkt. Wir wollten eine Serie starten und das ist uns mal wieder nicht gelungen.“

Frank Schaefer (Trainer Köln): „Die drei Punkte sind sehr wichtig für uns, vor allem weil wir nicht davon ausgehen konnten. Es war ein sehr intensives und emotionales Spiel und ein Wechselbad der Gefühle. Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Dass sie gegen so einen Gegner so zurückgekommen ist, das ist schon außergewöhnlich. Ausschlaggebend war, dass wir in der zweiten Halbzeit an uns geglaubt haben. In der ersten Halbzeit haben wir viel zu ängstlich gespielt.“

Lukas Podolski (Köln): „Ab Beginn der zweiten Halbzeit hat man einen ganz anderen 1. FC Köln gesehen, mit phantastischen Fans im Rücken. Wie wir das Spiel gedreht haben, ist sensationell.“

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