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FCB im Pokal-Halbfinale

'Jetzt ist nichts mehr unmöglich'

Sie tanzten, sie jubelten, sie feierten. Die Freude bei den Fußball-Frauen des FC Bayern kannte nach dem Spiel gegen Pokalsieger FCR 2001 Duisburg keine Grenzen. Mit 3:0 (0:0) entthronte das junge Team von Trainer Thomas Wörle den favorisierten Titelverteidiger und zog damit zum vierten Mal seit 2005 ins Halbfinale ein, wo die Münchnerinnen am 27. Februar Champions-League-Sieger Turbine Potsdam empfangen.

„Wir haben heute das fast Unmögliche möglich gemacht“, freute sich Wörle nach dem doch etwas überraschenden Pokal-Coup gegen den mit Nationalspielerinnen gespickten Kader des dreimaligen Pokalsiegers. „Wir haben heute erstmals einen Großen geschlagen, das gibt uns Auftrieb“, so Wörle weiter, der für die Leistung seines stark verjüngten Teams nur ein Wort benötigte: „Sensationell!“

Vor 520 Zuschauern im Sportpark Aschheim zeigte der Titelverteidiger aus Duisburg, der sich nach einem 0:1 in Potsdam am vergangenen Wochenende alle Meisterschaftsträume begraben musste, die etwas reifere Spielananlage, ohne die Gastgeberinnen jedoch dabei ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Bayern hielten mit großem, läuferischem Einsatz dagegen und gestalteten die Partie damit bis zur Pause offen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Duisburg den Druck, der Führungstreffer schien nur eine Frage der Zeit. Doch der FCB spielte diszipliniert weiter und nutzte die sich bietenden Möglichkeiten gegen die aufgerückten Gäste eiskalt aus. Innerhalb von neun Minuten beendete die Wörle-Elf Duisburgs Hoffnungen auf den dritten Pokalsieg in Folge.

Zunächst brachte Lena Lotzen die Bayern mit einem sehenswerten Drehschuss aus 16 Metern in der 68. Minute in Führung, nur vier Minuten später staubte Sylvie Banecki nach einem Pfostentreffer von Vanessa Bürki zum 2:0 ab. In der 77. Minute schloss Julia Simic einen Konter zum 3:0 ab und versetzte Duisburg den zweiten Titel-K.o. binnen vier Tagen.

„Es freut mich, dass wir heute von der ersten bis zur letzten Minute taktisch diszipliniert waren und wenig zugelassen haben, auch wenn wir in der ersten Halbzeit unterlegen waren“, erklärte Wörle. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann nochmal eine Schippe draufgelegt.“

„Jetzt wollen wir auch ins Finale nach Köln“, sagte Sylvie Banecki, die nach elfmonatiger Verletzungspause immer besser in Form kommt und mit einem Tor und einer Vorlage großen Anteil am Sieg hatte. Doch um die erste Finalteilnahme seit 1990 zu erreichen, muss zunächst Tabellenführer Potsdam, nach 2005 und 2006 zum dritten Mal Halbfinalgegner der Bayern, besiegt werden. Banecki: „Jetzt ist nichts mehr unmöglich.“

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