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Supersprinter bei 'Mull'

Robben hat Fingerverletzung, Bolt zum Check-up

Manchmal ist Arjen Robben einfach zu schnell - für seine Gegner, aber auch für sich selbst, wie beim Training am Donnerstag. Bei einer Passübung jagte er vergeblich einem zu steil gespielten Ball hinterher und verfing sich beim Bremsversuch mit dem kleinen Finger der rechten Hand in einem Fangzaun neben dem Platz. Unter starken Schmerzen machte der Niederländer weiter und fuhr anschließend zum Röntgen in die Praxis von Vereins-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

Einem Einsatz des Turbo-Dribblers am Samstag im Spitzenspiel beim Tabellenfünften FSV Mainz 05 steht aber nichts im Wege. Die Untersuchung ergab, dass sich Robben lediglich eine Sehnen-Verletzung zugezogen hat. Der 26-Jährige wird im ausverkauften Bruchwegstadion mir einer Schiene um den lädierten Finger auflaufen können.

Somit ist die personelle Situation beim FC Bayern weiterhin so gut wie lange nicht mehr. Mario Gomez nahm nach einem Tag Schonung wieder am Mannschaftstraining teil. Toni Kroos und Diego Contento absolvierten nach mehrwöchigen Verletzungspausen erstmals wieder das volle Trainingsprogramm mit den Kollegen. Gut möglich, dass einer oder sogar beide schon am Wochenende wieder in den Kader zurückkehren. Nur Ivica Olic fällt weiterhin aus.

Der Kroate zählt wie Robben zu den schnellsten Spielern beim FCB. Der schnellste Mann der Welt ist Usain Bolt. Am Donnerstag konnten die Bayern-Profis dem 100-Meter-Weltrekordler (9,58 Sekunden) beim Training zuschauen. „Ich bin für einen Check-up bei Müller-Wohlfahrt in München“, berichtete der Jamaikaner bei einer Presserunde. Der Bayern-Doc ist auch Bolts Arzt des Vertrauens, und das schon, seitdem er 16 Jahre alt ist: „Er ist in dem, was er macht, der Beste.“

Wilhelmi macht Bolt fit

Beim FCB arbeitet der 24-Jährige bis Sonntag mit Fitness- und Rehacoach Thomas Wilhelmi zusammen. „Stabilisierende Übungen für den Beckenbereich“ zur Prophylaxe stehen laut Wilhemi auf dem Programm. „Die Arbeit mit Thomas ist hart, aber gut“, erzählte Bolt schmunzelnd. Er liebe Fußball, berichtete der dreifache Weltmeister und Olympiasieger weiter. „Gestern Abend habe ich Arsenal gegen Barcelona geschaut.“ Den Ausgang - die Gunners gewannen 2:1 - empfand er als „ziemlich überraschend, oder?!“

Wenig Überraschendes würde wohl ein Rennen zwischen Bolt und Bayerns antrittsschnellsten Akteuren Robben und Franck Ribéry hervorbringen. „Auf den ersten zehn Metern und ohne Startblock dürfte der Unterschied nicht zu groß sein. Da hätten sie eine Chance“, sagte Wilhelmi, „aber je länger es geht, sind die Chancen geringer.“ Auch für Robben ist der schnellste Mann der Welt einfach zu schnell.

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