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Bayern analysieren

'Wir müssen stabiler werden'

Auch zwei Tage danach war die Stimmung beim FC Bayern noch gedrückt. „Es ist nicht ganz einfach, das Spiel abzuhaken“, sagte Thomas Müller noch ganz unter dem Eindruck der 1:3-Niederlage gegen Dortmund. „Das hängt einem nach, jeder hat daran zu knabbern.“ Auch Philipp Lahm natürlich. „Man macht sich Gedanken und schläft nicht so gut“, erzählte der FCB-Kapitän, der die Lage in der Liga als „schwierig und gefährlich“ bezeichnete.

Die Bayern wollten nach dem Rückschlag im Kampf um den zweiten Tabellenplatz nichts schönreden, aber auch nicht alles schwarzmalen. „Vor ein paar Tagen war noch alles super“, erinnerte Müller an den 1:0-Sieg in der Champions League bei Inter Mailand vom vergangenen Mittwoch. Lahm sieht die Mannschaft „immer noch auf einem guten Weg“ und wies auf die letzten Siege in Mailand, in Mainz (3:1) und gegen Hoffenheim (4:0) hin. „Aber wir müssen stabiler werden. Das müssen wir schnellstens hinbekommen.“

In der Analyse des Dortmund-Spiels hat der FCB hierfür zwei Ansatzpunkte ausgemacht. Erstens: „Wir haben individuelle Fehler gemacht“, sagte Lahm. Zwei leichte Ballverluste leiteten die ersten beiden Gegentore gegen den BVB ein. Zweitens: „Wir müssen überdenken, wie wir unser Spiel aufbauen wollen“, meinte Lahm, „wie viel Risiko geht man ein in dieser Phase?“

Höheres Risiko führt auch zu mehr Ballverlusten im Aufbauspiel. Und genau dann sei die Mannschaft zurzeit anfällig für Gegentore, analysierte der FCB-Kapitän. „Die Mannschaft muss den Mix finden zwischen hinten rausspielen und das Risiko scheuen. Manchmal müssen wir einfach den Ball rausschlagen“, sagte Lahm. Das findet auch Müller: „Es ist nicht unsere Pflicht, vom Torwart bis zum Stürmer nur Fünf-Meter-Pässe zu spielen.“

Wie gegen Hoffenheim

Der WM-Torschützenkönig hält auch ein grundsätzlich abwartenderes und kompakteres Auftreten für angebracht. So wie beim 4:0 gegen Hoffenheim, in dem die Bayern für ihre Verhältnisse nur 51 Prozent Ballbesitz verzeichneten. „Da standen wir ein bisschen tiefer und haben schnell umgeschaltet“, sagte Müller.

Schon am Mittwoch im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 wollen sich die Bayern mit wiedergewonnener Stabilität präsentieren. „Es ist gut, dass wir schon am Mittwoch das Spiel haben“, meinte Müller, der wie alle Bayern auf Wiedergutmachung brennt. „Wir sind sehr motiviert.“ Aus der Dortmund-Niederlage gilt es zu lernen und sie dann abzuhaken. Müller sagte: „Ab morgen darf es nur noch Schalke geben.“

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