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Karl-Heinz Rummenigge:

'Wir müssen uns jetzt sehr konzentrieren'

Wahre Größe zeigt sich in der Niederlage, heißt es im Volksmund. Am Tag nach der 1:3-Pleite gegen Borussia Dortmund war Karl-Heinz Rummenigge zu Gast in der Sendung Sky90. Dort gratulierte der Vorstandschef des FC Bayern den Borussen zum Sieg und bereits zur Meisterschaft. Außerdem sprach Rummenigge über die weiteren Ziele des deutschen Rekordmeisters in Meisterschaft, Pokal und Champions League sowie über die Einführung des Financial Fairplays und dessen Folgen.

Karl-Heinz Rummenigge über...

…die Niederlage gegen Borussia Dortmund: „Oft tut die Niederlage einen Tag später mehr weh als am Tag selber, weil man dann zum Nachdenken kommt. Es war ein fantastisches Fußballspiel - aber man muss anerkennen dass Dortmund eine Mannschaft hat, die extraklasse Fußball spielt und zu Recht gewonnen hat.“

…Borussia Dortmund allgemein: „Grundsätzlich muss man sagen, dass in Dortmund gute Arbeit geleistet wurde. Dortmund wird verdient Deutscher Meister, aber am 1. Juli werden die Uhren wieder auf null gestellt und dann geht es wieder von vorne los.“

…über den aktuellen Tabellenplatz: „Die Situation ist nicht befriedigend. Der vierte Platz reicht nicht zur Teilnahme an der Champions League. Wir müssen versuchen, in den nächsten Wochen idealerweise den zweiten Platz zu erreichen, mindestens aber Dritter zu werden, um an der Champions League-Qualifikation teilnehmen zu können.“

…die restliche Bundesliga-Saison: „Unser Ziel ist, Zweiter zu werden. Wir haben noch zehn Spiele in der Bundesliga und spielen noch gegen die beiden direkten Konkurrenten Hannover und Leverkusen. Wir haben es noch in der eigenen Hand, aber ich weiß, dass es nicht einfach wird. Unsere Mannschaft ist qualitativ in der Lage, den zweiten Platz zu erreichen. Daran müssen wir in den nächsten Wochen arbeiten. Wir müssen uns jetzt sehr konzentrieren, um dieses Ziel noch zu erreichen.“

…das nächste Bundesliga-Spiel bei Hannover 96: „Wir haben vier Punkte Rückstand auf Leverkusen und zwei Punkte Rückstand auf Hannover. Daher bringt uns ein Unentschieden in Hannover nicht weiter in unserer Situation. Wir müssen versuchen zu gewinnen. Aber es wird nicht einfach. Hannover spielt sehr kompakt. Sie werden versuchen, Dortmund zu kopieren. Die Frage ist, ob es ihnen gelingt unsere Offensive aus dem Spiel zu nehmen. Wir haben eine ordentliche Chance zu gewinnen.“

…Halbfinale im DFB-Pokal gegen Schalke 04: „Schalke wird sicherlich nicht herkommen und freiwillig die Endspielchance hergeben. Sie können mit einem Sieg die ganze Saison retten. Sie werden kämpfen wie die Teufel. Wir haben das Ziel, den DFB-Pokal zu gewinnen. Ich glaube, es ist nicht vermessen, zu sagen, dass der Gewinner dieses Halbfinalspiels auch der große Favorit im Endspiel sein wird, weil man dort auf einen Zweitligisten trifft.“

…mögliche Neuverpflichtungen: „Ich kann heute nicht seriös beantworten, was wir auf dem Transfermarkt unternehmen. Das hängt davon ab, ob wir unsere sportlichen Ziele erreichen. Wir müssen erst einmal zusehen, dass wir die laufende Saison so abschließen, dass wir uns für die Champions League qualifizieren.“

…Inter Mailand und die weiteren Ziele in der Champions League: „In der Champions League wage ich gar nichts vorauszusagen. Auch das Rückspiel gegen Inter Mailand ist keine gemähte Wiese. Inter ist auch auswärts in der Lage, einem Probleme zu bereiten. Wir sind gut beraten, von Spiel zu Spiel zu denken.“

…die Einführung des Financial Fairplay im europäischen Fußball: „Financel Fairplay basiert darauf, dass du nicht mehr ausgibst, als du einnimmst. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein nach den kaufmännischen Prinzipien, ist es aber nicht in Europa. Die UEFA hat vor ein paar Jahren eine Untersuchung eingeleitet, mit dem Ergebnis, dass über 50 Prozent der Klubs in Europa rote Zahlen schreiben. Zum Teil dramatisch rote Zahlen wie bei Manchester City oder dem FC Chelsea. Es ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo wir mal auf die Bremse treten und alle wieder etwas rationaler werden müssen.“

…die Folgen des Financial Fairplay: „Grundsätzlich wird die Bundesliga in Europa ein Gewinner der Regelung sein. Ich glaube, dass es irgendwann einen großen Klub in Europa erwischen wird. Der wird dann als warnendes Beispiel herhalten.“

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