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Matchwinner Ribéry

'Dieses Tor war sehr wichtig für uns'

Keine Sorge, Franck Ribéry hat alles gut überstanden. Rund 20 Stunden später lief er schon wieder Runden um den Trainingsplatz. Die Szenen kurz vor dem Schlusspfiff in Freiburg hatten keine körperlichen Folgen für das französische Leichtgewicht (72 kg). Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm hingen an ihm, dann warf sich von oben auch noch Mario Gomez mit seinen 88 Kilo auf ihn und drückte alle zusammen zu Boden. Ribéry genoss es. Er war der Auslöser für die rot-weißen Gefühlsausbrüche. Er hatte den 2:1-Siegtreffer für den FC Bayern erzielt. Zwei Minute vor Spielende.

„Dieses Spiel war noch nicht fertig. Da musst du weiterspielen und weiter daran glauben, dass du noch gewinnen kannst“, sagte der Franzose fcbayern.de. Dass sich anschließend alle auf ihn stürzten, fand er „super. Auch alle auf der Bank haben sich gefreut. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft und dem Verein mit dem Tor helfen konnte.“

Ribéry war der Mann des Spiels in Freiburg. Den ersten FCB-Treffer bereitete der Flügeldribbler mit einer genau getimten Freistoßflanke vor, den zweiten erzielte er selbst, in Manier seines Pendants von der anderen Seite, Arjen Robben: ein entschlossener Antritt von außen nach innen, ein platzierter Schuss - und der FC Bayern jubelte.

„Ich mache nicht viele Tore. Aber dieses Tor war sehr wichtig für uns“, sagte Ribéry angesichts der Tabellensituation. Denn er weiß: Nur mit Siegen kann sich der FC Bayern noch für die Champions League qualifizieren. Eine Teilnahme an der Europa League, wie in seiner ersten Saison beim FC Bayern (2007/08), will er unbedingt vermeiden. „Wenn du die Champions League kennst, willst du immer Champions League spielen. Europa League ist kein Spaß.“

Immer besser in Form

Ribéry tut daher alles dafür, auch in der nächsten Saison Spaß zu haben. Immer besser kommt er in den letzten Wochen in Form. Die Verletzungen (Zerrung im Knie, Bänderriss im Sprunggelenk), wegen denen er nur 26 der bisher 40 Pflichtspielen dieser Saison bestreiten konnte, sind abgehakt. In den letzten vier Ligaspielen war er immer mindestens an einem Tor beteiligt, insgesamt an acht.

Beeindruckend ist auch Ribérys komplette Saisonstatistik. In seinen 26 Pflichtspielen war er an 26 Treffern beteiligt (8 Tore, 18 Vorlagen). Obwohl er nur 19 Mal in der Bundesliga am Ball war, ist er aktuell der Topvorbereiter (14) im Fußball-Oberhaus. Und Ribéry hat noch lange nicht genug. „Wir müssen weitermachen, noch sieben Spiele“, stimmte er sich und seine Teamkollegen schon mal auf den Saisonendspurt ein, „wir müssen an das nächste Jahr denken. Da müssen wir Champions League spielen.“

'Sehr glücklich' über Nationalelf-Comeback

Zunächst einmal stehen aber Länderspiele auf dem Programm. Auch für Ribéry, der erstmals seit der Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer wieder im französischen Aufgebot steht. Aufgrund von Verletzungen und einer verbandsinternen Drei-Spiele-Sperre nach den Vorkommnissen bei der WM hatte er lange darauf warten müssen. Jetzt ist er „sehr glücklich, zurück in der Nationalmannschaft zu sein.“

Frankreichs Nationalcoach Laurent Blanc, der Ribéry trotz einiger Widerstände nominierte, überzeugte sich vor wenigen Tagen, beim Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand, persönlich von Ribérys Qualitäten. Nach dem Spiel traf er den FCB-Profi zu einem Gespräch. „Er ist auf dem besten Weg zurück zu seiner alten Form“, stellte Blanc fest. Der Sélectionneur weiß: „Franck hat schwierige Momente durchgemacht, beruflich und privat.“ Doch auch das hat Ribéry unbeschadet überstanden.

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