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'Torero' Gomez

'Ich bin so gut drauf wie noch nie'

Die Situation ist paradox. In der Nationalmannschaft spielt Miroslav Klose und Mario Gomez bleibt nur die Jokerrolle, beim FC Bayern ist es umgekehrt. „Miro macht seine Sache bei der Nationalmannschaft sehr gut, ich mache es hier bei Bayern sehr gut. Deswegen gibt es für beide Trainer keinen Grund, etwas zu ändern“, sieht Gomez diese ungewöhnlichen Aufgabenteilung ganz pragmatisch. Auch wenn er weiß: „In den letzten drei Jahren habe ich in der Bundesliga von allen Stürmern die meisten Tore gemacht.“

In der aktuellen Saison kommt der 25-Jährige bisher auf 19 Liga-Treffer, im Rennen um die Torjägerkanone liegt er damit ganz vorne. Insgesamt traf er in 38 Pflichtspielen 30 Mal, diese 30 Tore erzielte er in den letzten 29 Pflichtspielen. Hinzu kommen noch drei Treffer in fünf Länderspielen. „Die Saison ist bisher relativ erfolgreich für mich persönlich“, kann Gomez mit Fug und Recht behaupten. Doch er geht noch weiter: „Ich bin so gut drauf wie noch nie.“

Und das macht Gomez nicht nur an seiner Torausbeute fest. Er stellte auch eine Weiterentwicklung bei sich fest. „Mittlerweile komme ich in zwei Systemen, die komplett unterschiedlich sind, sehr gut zurecht“, erzählte der Goalgetter, der vor seinem Wechsel zum FC Bayern (2009) acht Jahre lang das Trikot des VfB Stuttgart trug.

„In Stuttgart war es ein anderes Spiel“, erklärte Gomez, „mittlerweile finde ich mich auch sehr gut zurecht, wenn wir mit 20 Spielern in der gegnerischen Hälfte sind. Das muss man erst lernen. Das habe ich in den letzten acht, neun Monaten getan. Das war der größte Fortschritt meiner Karriere.“

'Mit aller Macht' in die Champions League

Seit Oktober letzten Jahres hat sich Gomez in der ersten Elf des FC Bayern festgespielt. In den verbleibenden sieben Saisonspielen will er dazu beitragen, dass die Champions-League-Qualifikation noch geschafft wird. „Ich habe sogar schon UI-Cup gespielt. Das ist wirklich kein Vergnügen“, meinte er auch mit Blick auf die Europa League. „Das ist nicht das, was man als Fußballer will, und schon gar nicht als FC Bayern. Wir haben einen anderen Anspruch.“

Und den gilt es jetzt umzusetzen. „Wir werden mit aller Macht versuchen, von den letzten sieben Spielen möglichst viele zu gewinnen“, betonte Gomez, „dann werden wir Platz zwei oder drei erreichen.“ Los geht es damit am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach. Mit Gomez, für den es ein vielversprechender Nachmittag in der Allianz Arena werden könnte. In den letzten vier Spielen gegen die Fohlen hat er immer getroffen.

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