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Zehn Jahre DFB-Team

Jubilar Klose will Rekordjagd fortsetzen

Jubiläum für Miroslav Klose: Auf den Tag genau vor zehn Jahren debütierte der heute 32 Jahre alte Bayern-Profi in der deutschen Nationalmannschaft. Als Joker sicherte er am 24. März 2001 in Leverkusen mit einem Kopfballtor den knappen 2:1-Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Albanien. Vor dem EM-Qualifikationsspiel am Samstag in Kaiserslautern gegen Kasachstan stehen für den Stürmer inzwischen beeindruckende 106 Länderspiele und 59 Treffer zu Buche.

„Es ist eine Freude, an die Jahre zurückzudenken, an die Spieler, mit denen ich zusammen gespielt habe. Es war eine faszinierende Zeit und eine Riesenerfahrung für mich“, sagte der 106-malige Nationalspieler, der zumindest noch ein großes Ziel hat. „Ich plane die 2012er-EM ein. Dann lasse ich alles auf mich zukommen und entscheide von Jahr zu Jahr, wie ich mich fühle“, meinte Klose am Donnerstag in Mainz.

Die EURO in seinem Geburtsland Polen muss für den WM-Torschützenkönig von 2006 noch nicht der Schlusspunkt sein: „Ich fühle mich fit und gesund“, sagte Klose, die WM 2014 in Brasilien ist für den Stürmer auch nach zehn Jahren mit der DFB-Auswahl, die er schon mal als seine „Familie“ bezeichnet, ein weiterer Anreiz.

Zuvor aber will der Torjäger im ersten Pflicht-Länderspiel des Jahres an seiner ehemaligen Wirkungsstätte gegen die in der EM-Qualifikation noch punkt- und torlosen Kasachen seine Jagd auf Gerd Müller fortsetzen. Sechs Treffer in der EM-Ausscheidung, dazu das jüngste Tor beim 1:1 gegen Italien bringen ihn mit 59 Toren immer näher an Müllers Rekordmarke (68) heran.

Rückkehr auf den Betze

„Vielleicht“, so Klose, könne er den Bomber bei der EURO in Polen und der Ukraine tatsächlich als erfolgreichsten DFB-Torschützen ablösen. In Kaiserslautern zu treffen, wäre für den Pfälzer Bub etwas Besonderes. „Das ist ein Teil von mir, die Fans, der Verein“, sagte Klose. „Wenn uns früh ein Tor gelingt, bin ich überzeugt, dass es hoch ausgeht“, hofft Klose vor der Rückkehr auf den Betze auf ein torreiches Spiel.

Beim 1. FCK hatte Klose einst den Sprung zum Nationalspieler geschafft, sein allererstes Spiel in der Startformation absolvierte er ebenfalls in Kaiserslautern. Als besondere Highlights im zurückliegenden Jahrzehnt in der DFB-Auswahl bezeichnete Klose „die Turniere“, die er in dieser Zeit mit der Nationalmannschaft bestritten hat: Drei Weltmeisterschaften sowie zwei Europameisterschaften. „Natürlich ist mir das letzte Turnier in Südafrika in besonderer Erinnerung.“

Im DFB-Team gesetzt

Auch wenn er beim FC Bayern hinter Mario Gomez derzeit nur als Joker fungiert, ist Klose bei Bundestrainer Joachim Löw weiter gesetzt, da gebe es „keine Diskussionen.“ Das Duell mit Gomez sieht Klose als „normalen Konkurrenzkampf“, bei Bayern habe der „Weltklassespieler Gomez seine Chance hervorragend genutzt“ - in der Nationalmannschaft eben er.

Sein Ansehen als Nationalspieler ist noch immer sehr groß. „Man sieht ja nach den Spielen gegen Argentinien, England oder in der Champions League: Alle wollen das Trikot von Miro“, berichtete sein Mitspieler Bastian Schweinsteiger: „Das zeigt seine Größe.“ Wie es mit ihm nach dem im Sommer bei den Bayern auslaufenden Vertrag weiter geht, lässt Klose noch immer offen: „Ich kann mir vieles vorstellen.“

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