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Arjen Robben

Nur der Sieg zählt - nicht das Traumtor

Wer erinnert sich nicht an dieses sagenhafte Tor zum 1:0-Erfolg in der 112. Minute im DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Schalke 04. Als Arjen Robben an der Seitenlinie über den halben Platz sprintete, nach innen zog und mit links ins lange Eck vollendete, umrundet von fünf Gegenspielern. Rund ein Jahr danach steht wieder das Semifinale im nationalen Cup-Wettbewerb vor der Tür. Wieder trifft der FC Bayern auf den FC Schalke 04. Dieses Mal in der Allianz Arena. „Ich hoffe nicht“, sagte Robben, auf die Frage, ob er wieder so ein tolles Tor in der Extratime erzielen muss. „Ich hoffe, wir schaffen das in 90 Minuten.“

Dabei ist dieser Treffer aus dem vergangenen Jahr selbst für den Niederländer, der schon viele spektakuläre Treffer erzielt hat, eines seiner schönsten. „Es ist für mich die Bestätigung, dass ich letzte Saison auch physisch sehr stark war. Es war ja in der 112. Minute, und dann noch so ein Lauf, mit Schnelligkeit und Kraft, und am Ende habe ich den Ball auch noch genau in die Ecke geschossen“, sagte Robben gegenüber fcbayern.de. „Ich weiß, was ich kann, wenn physisch alles gut bei mir ist.“

Nachdem Robben verletzungsbedingt die komplette Hinrunde gefehlt hatte, zeigte er in der Rückrunde vom Fleck weg starke Leistungen und hat bereits fünf Pflichtspieltreffer auf dem Konto. Vier in der Bundesliga, einen im DFB-Pokal gegen Aachen. Gegen Dortmund konnte er sich erstmals im neuen Jahr nicht richtig in Szene setzen.

„Franck und ich hatten meistens drei Gegenspieler. Wir haben den Ball nicht schnell genug laufen lassen. Somit kamen wir in keine 1:1-Situationen“, analysierte der Flügelflitzer die jüngste 1:3-Niederlage in der Bundesliga gegen den Spitzenreiter.

An Leistung gegen Inter anknüpfen

„Dortmund ist abgehakt. Das müssen wir vergessen. Wir haben Fehler gemacht und nicht die Dinge, die wir normalerweise machen“, wollte Robben nicht mehr allzu lange zurückblicken. Vielmehr appellierte er daran, an die zuvor starken Vorstellungen gegen Inter Mailand und dem FSV Mainz 05 anzuknüpfen. „Dort haben wir super Leistungen gezeigt.“

Eine starke Vorstellung gegen die Königsblauen dürfte auch durchaus vonnöten sein. „Beide Teams müssen gewinnen. Für beide Teams ist es ein sehr wichtiges Spiel“, sagte Robben, der nicht davon ausgeht, dass Schalke ein leichterer Gegner ist als Dortmund.

Schalke mit gleicher Taktik wie Dortmund?

Die Knappen dürften sich das Spiel der Bayern gegen Dortmund interessiert angeschaut haben. Robben erwartet, dass die Gäste eine ähnliche Taktik gegen ihn und Ribéry wählen dürften. „Vielleicht macht Schalke das so“, sagte Robben und nannte auch gleich die Lösung des Problems: „Aber dann müsste eigentlich immer ein anderer freistehen.“

Der Vize-Weltmeister hätte sicher nichts dagegen, wenn in diesem Fall einem Teamkollege ein Traumtor gelingen würde.

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