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FCB am 'Tiefpunkt'

'Wir müssen den Fall schnell stoppen'

Dortmund, Schalke, Hannover: Drei Pflichtspielniederlagen hintereinander sind für den FC Bayern alles andere als alltäglich. Zuletzt widerfuhr dies dem Rekordmeister vor über zehn Jahren im Herbst 2000, damals hießen die Gegner Paris St. Germain, Hansa Rostock und Energie Cottbus. Am Ende der Saison standen für den FCB jedoch der 17. Meistertitel und der Champions-League-Triumph von Mailand zu Buche.

In der laufenden Spielzeit indes sieht es für den letztjährigen Double-Gewinner weniger erfolgversprechend aus. Die beiden Heimpleiten gegen Dortmund (1:3) und Schalke (0:1) beendeten innerhalb von vier Tagen alle Hoffnungen auf zumindest eine nationale Titelverteidigung, und mit der 1:3 (0:1)-Niederlage am Samstag bei Hannover 96 droht nun auch das Minimalziel, die Qualifikation für die europäische Königsklasse, in Gefahr zu geraten.

„Wir haben katastrophale acht Tage hinter uns“, brachte es Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nach dem Abpfiff in der mit 49.000 Zuschauern ausverkauften AWD-Arena kurz und knapp auf den Punkt. „Wir sind hierher gefahren, um zu gewinnen, aber diese Niederlage - und vor allem die Art und Weise - tut weh. Das war sicherlich eine ganz schlechte Leistung, die wir hier heute abgeliefert haben . Wir haben korrekterweise völlig verdient verloren“, so Rummenigge weiter.

Dabei war die Ausgangslage vor dem Spiel bei den Niedersachsen klar: Mit einem Sieg hätte der FCB die um zwei Punkte besser platzierten Hannoveraner in der Tabelle überholen können und den Anschluss auf Bayer Leverkusen, das als Zweiter nun schon sieben Zähler Vorsprung hat, wahren können. Doch nach den Gegentreffern durch Mohammed Abdellaoue (16. Minute), Konstantin Rausch (51.) und Sergio Pinto (62.) sind die Plätze zwei und drei aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen.

„Ich glaube, es wird immer gefährlicher, wir müssen jetzt aufpassen“, sagte Arjen Robben, der in der 55. Minute den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielte. „Wenn der FC Bayern drei Spiele innerhalb von einer Woche verliert, dann herrscht Unruhe. Das ist ganz normal und das muss so sein“, erklärte Kapitän Philipp Lahm und sprach von einer „kritischen Phase“ für den ganzen Verein. „Jetzt ist unser Minimalziel, die Champions-League-Qualifikation, gefährdet.“

„Wir sind alle enttäuscht über das Spiel und das Ergebnis“, erklärte Rummenigge nach einem Spiel, „das mir große Sorge bereitet. Nicht nur die 1:3-Niederlage sondern die Art und Weise, das kann man als Tiefpunkt der Saison bezeichnen.“ Jetzt müsse man „in Ruhe analysieren. Unsere Ziele geraten in Gefahr, wir haben nur noch Endspiele und müssen sehen, dass wir den Fall schnell stoppen. Man muss versuchen, richtige und gute Entscheidungen zu treffen.“

Bereits am nächsten Samstag steht mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV die nächste Richtung weisende Partie auf dem Programm, drei Tage später gastiert Inter Mailand zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League in der Allianz Arena. „Wir müssen den Kopf wieder frei machen“, meinte Robben und appellierte an den Teamgeist: „Wir müssen positiv miteinander bleiben. Es sind noch neun Spiele zu spielen, und wir müssen versuchen, die nächsten zu gewinnen.“

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