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Bayerns Robben und Schalkes Raul:

'Alle sind heiß auf diese Partie'

Von 2007 bis 2009 spielten Bayern-Star Arjen Robben und Schalke-Toptorjäger Raul Gonzalez Blanco, kurz Raul, zusammen bei Real Madrid. Gemeinsam feierten sie 2008 die spanische Meisterschaft. Seit Beginn dieser Saison spielt Real-Legende Raul nun beim FC Schalke 04 und hat maßgeblich Anteil an den Erfolgen der Königsblauen in der Champions League und im DFB-Pokal. Vor dem Bundesligaduell Bayern gegen Schalke am Samstagabend in der Allianz Arena sprach das Bayern Magazin mit den beiden ehemaligen Mannschaftskameraden. fcbayern.de veröffentlicht das Doppelinterview in Auszügen.

Das Doppelinterview mit Arjen Robben und Raúl:

Frage: Señor Raul, Sie waren nach dem großen Erfolg im Champions-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand mit den Fans auf dem Zaun. Wie hat es Ihnen da oben gefallen und wussten Sie überhaupt, was Sie machen mussten?
Raul: „Das war eine absolute Premiere für mich. Ich habe den Moment genossen, obwohl ich eigentlich gar nicht wusste, was ich in das Megafon brüllen sollte. Aber dann war es ein tolles Gefühl, mit den Fans diesen großartigen Erfolg zu feiern. In diesem Jubel zwischen all den Fans habe ich mich gefühlt wie ein Kind.“

Frage: Kennt Ihr solche gemeinsamen Aktionen mit den Fans aus Spanien?
Raul: „Nein, in Madrid habe ich so etwas nie getan, denn in Spanien ist so etwas nicht üblich. Es war eine völlig ungewohnte Situation für mich. Die Fans hier leben ihre Sympathien und Emotionen dermaßen aus, es war eine tolle Erfahrung.
Robben: „Ich habe diese Szene leider noch nicht gesehen, kann mir aber vorstellen, dass alle viel Spaß daran hatten. Auch in Spanien wird mit den Fans gefeiert, aber nicht so intensiv oder zusammen am Zaun.“

Frage: Ist der Fußball in der Primera Division und der Bundesliga unterschiedlich?
Raul: „Der Zuschauerandrang in den Stadien ist etwas völlig Neues für mich. So etwas kannte ich aus Spanien nicht. Und die Ausgeglichenheit der Bundesliga: Hier kann jeder jeden schlagen, das sieht man jedes Wochenende aufs Neue. In Spanien ist es etwas anders. Da spielen Real Madrid und der FC Barcelona den Titel meistens unter sich aus.“
Robben: „Darüber hinaus ist in Spanien der Fußball mehr von der Technik geprägt. Jede Mannschaft will Fußball spielen. In der Bundesliga spielen die physischen Qualitäten wie Laufen und Kämpfen eine große Rolle.“

Frage: Arjen, Du hast nach Deinem Wechsel von Madrid nach München gleich voll eingeschlagen, bei Raul hat es ein paar Monate gedauert. Kam das für Dich überraschend?
Robben: „Das ist normal, wenn man in ein neues Land und in eine neue Liga kommt. Vieles war neu für ihn. Er spricht die Sprache nicht und war sein Leben lang nur bei Real, wo er eine Legende ist. Da braucht man nach so einem großen Schritt einfach Zeit, um sich einzugewöhnen. Aber ich wusste, dass er kommen wird, denn er hat einfach diese besondere Qualität, die er in den letzten Wochen immer mehr ausgespielt hat.“

Frage: Du meinst seine Torjägerqualitäten?
Robben: „Er ist ein Super-Spieler und hat schon so viele Tore gemacht. Er spielt sehr intelligent, ist taktisch sehr gut geschult und hat eine tolle Technik. Zudem hat er ein gutes Auge für seine Mitspieler. Dazu kommt noch seine enorme Erfahrung. Vielleicht ist er nicht mehr der schnellste, aber immer noch sehr gefährlich.“

Frage: Raul, mit dem S04 haben Sie beide Spiele gegen die Bayern in dieser Saison gewonnen. Im Pokal-Halbfinale haben Sie sogar den Siegtreffer erzielt. Freuen Sie sich schon auf die Partie am Samstag in der Allianz Arena?
Raul: „Für uns liegt sie zwischen den beiden Halbfinals in der Champions League gegen Manchester United, aber klar: Auf solche Spiele freut man sich als Profi immer. Ein volles Stadion, zwei Topmannschaften auf dem Platz, dazu noch die besondere Brisanz in den Spielen zwischen Schalke und dem FC Bayern - ich glaube, alle Beteiligten sind heiß auf diese Partie.
Robben: „Bayern gegen Schalke sind immer ganz besondere Spiele mit viel Brisanz. Es sind zwei große Vereine. Und auch wenn Schalke gerade nicht in der Tabelle oben dabei ist, so haben sie doch eine starke Mannschaft. Das hat man in der Champions League sehen können, auch im DFB-Pokal.“

Das komplette Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „Bayern Magazins“.

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