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Ein Punkt für die Moral

Bayern behalten Platz drei im Visier

Die Enttäuschung nach dem 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt war bei allen Beteiligten des FC Bayern riesengroß. Doch nachdem der Ärger über den doppelten Punktverlust und dem Abrutschen auf Platz vier etwas verraucht war, mischte sich auch wieder ein wenig Zuversicht in die Aussagen von Mario Gomez und Co. Zumal die Leistung gegen die Hessen durchaus Hoffnung macht, dass Platz drei, der zur Qualifikation für die Champions League berechtigt, noch erreicht werden kann.

„Wir müssen die letzten drei Spiele gewinnen, dann werden wir Dritter, aber die müssen wir wirklich gewinnen“, gab Gomez in den Katakomben der Commerzbank Arena bereits die Marschroute für den Saisonendspurt vor. Der 25-Jährige ist überzeugt davon, dass Konkurrent Hannover 96 noch ins Straucheln kommen wird.

Dank des 3:1-Erfolgs beim SC Freiburg am Donnerstag kletterten die Niedersachsen wieder auf Platz drei und haben nun einen Zähler mehr auf dem Konto als der FC Bayern. Während der FCB noch gegen den FC Schalke 04, in St. Pauli und gegen den VfB Stuttgart antreten muss, müssen die 96er gegen Borussia Mönchengladbach, in Stuttgart und gegen den 1. FC Nürnberg ran.

Fünf Mal rangierte der FC Bayern in dieser Saison bisher auf Platz drei, fünf Mal musste man diesen Platz wieder hergeben. „Es ist eine Achterbahnfahrt“, sagte Gomez kopfschüttelnd. Mit seinem 23. Saisontreffer in der 89. Minute sorgte der Goalgetter immerhin dafür, dass der deutsche Rekordmeister nicht sogar mit ganz leeren Händen die Heimreise antreten musste. Gomez führt weiterhin die Torschützenliste vor dem Freiburger Papiss Demba Cissé (20) an.

Es war ein verrücktes Spiel bei den abstiegsbedrohten Frankfurtern. Die Bayern starteten stark und hatten in den Anfangsminuten gleich drei gute Tormöglichkeiten. „Wir haben sehr guten Fußball gespielt, aber vor dem Tor mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei angefangen und die Chancen nicht konsequent zu Ende gespielt“, analysierte Gomez.

Die Gastgeber hatten zunächst nicht viel entgegenzusetzen. Doch nach dem Seitenwechsel sorgte Abwehrspieler Sebastian Rode mit seinem ersten Bundesligatreffer für die überraschende Führung (54.). Im Anschluss daran verloren die Bayern ein wenig ihre Linie im Offensivspiel. „Wir hatten Chancen in Führung zu gehen, aber haben sie nicht genutzt“, sagte Toni Kroos. „Dann geht der Gegner in Führung und damit tun wir uns in dieser Saison schwer.“

Doch es spricht für das Team von Andries Jonker, dass es nie aufsteckte. Und in der 89. Minute sollten die Roten dann wenigstens mit dem Remis belohnt werden. Gomez verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:1-Endstand. „Die Moral war sehr gut, aber es war trotzdem zu wenig“, brachte es der Torschütze in wenigen Worten auf den Punkt.

FCB drückend überlegen

„Wir waren drückend überlegen. Wir haben Frankfurt dominiert und mit Herz gespielt, aber wir machen die Chancen nicht zu rechten Zeit. Wenn man auf die Tabelle schaut und das Spiel anschaut, ist ein Punkt mit Sicherheit zu wenig“, schlug Thomas Müller in die gleiche Kerbe. „Die Champions-League-Qualifikation ist gefährdet.“

Trainer Andries Jonker war mit der Spielweise seiner Akteure zufrieden, haderte allerdings wieder einmal mit der mangelnden Konzentration. „Die Mannschaft hat schon die ganze Saison Probleme, sich über 90 Minuten zu konzentrieren. Das musst du aber, um solche Spiele zu gewinnen. Das hat uns schon viel gekostet und dass hat uns auch heute zwei Punkte gekostet.“

Auch Bastian Schweinsteiger ärgerte sich mächtig über das erneute Abrutschen auf Rang vier. „Natürlich ist es kein schönes Gefühl, von jemanden abhängig zu sein.“ Doch der Mittelfeldspieler richtete auch schnell wieder den Blick auf die kommenden Aufgaben. „Wir müssen gegen Schalke gewinnen und hoffen, dass Hannover Punkte lässt."

Für fcbayern.de in Frankfurt: Thomas Tamberg

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