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Platz 3 behaupten

FCB mit Rückenwind nach Frankfurt

Hannover hat vorgelegt, jetzt will der FC Bayern nachziehen. Mit einem Sieg am Samstagnachmittag (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) bei Eintracht Frankfurt will der Rekordmeister auch über Ostern auf Champions-League-Kurs bleiben. Den dazu notwendigen Platz drei hat Hannover am Gründonnerstag zum Spieltagsauftakt durch einen 3:1-Sieg in Freiburg vorübergehend zurückerobert - doch nur für 43 Stunden, wenn es nach dem FC Bayern geht.

Das Ergebnis aus Freiburg hat man in München zur Kenntnis genommen, Einfluss auf das eigene Spiel habe dies jedoch nicht, betonte Andries Jonker. „Wir rechnen nicht mit der Unterstützung von anderen. Wir haben es in der eigenen Hand“, sagte der Holländer, der vor einer Woche mit einem 5:1-Sieg gegen Leverkusen fulminant in sein neues Amt als FCB-Chefcoach gestartet ist.

Für Karl-Heinz Rummenigge zeigte die Mannschaft dabei „eine der besten Saisonleistungen“. Mit breiter Brust geht es daher jetzt nach Frankfurt. Insgesamt sind die Bayern seit fünf Spielen unbesiegt und holten dabei 13 Punkte. „Wir wollen die kleine Aufbruchstimmung, die jetzt da ist, mitnehmen“, sagte Thomas Müller und warnte im nächsten Atemzug vor den Hessen: „Die Frankfurter sind nicht zu unterschätzen. In der Vorrunde waren sie auf Europacup-Kurs.“

'Erwarten hochmotivierten Gegner'

Nach der Winterpause bracht die Eintracht jedoch ein. Mit nur sieben Punkten sind die Frankfurter das schlechteste Team der Rückrunde, in den letzten sieben Heimspielen gelang ihnen nur ein Sieg. In der Tabelle rutschten die Hessen ab bis auf Platz 15, vier Punkte trennen sie noch vom Relegationsplatz. „Die Frankfurter gucken nach unten. Jeder Punkt ist ihnen sehr willkommen“, meinte Jonker, „wir erwarten eine hochmotivierte Mannschaft. Sie werden um jeden Meter kämpfen.“

So wie vor einem Jahr also, als der FC Bayern in Frankfurt 1:2 verlor. „Das habe ich natürlich nicht vergessen“, sagte der Bayern-Trainer, der aber auch an den deutlichen DFB-Pokal-Sieg (4:0) in der letzten Saison in Frankfurt erinnerte und betonte: „Bei uns wird es auf keinen Fall Unterschätzung oder Leichtsinnigkeit geben. Wir nehmen Frankfurt sehr ernst.“

'Keine schlechte Mannschaft'

Auch das momentane Verletzungspech der Hessen sei kein Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, sagte Jonker. „Auch wenn einige Spieler fehlen, sind sie immer noch in der Lage, eine sehr ordentliche Leistung abzurufen. Das ist keine schlechte Mannschaft.“ Das habe man bei der 0:1-Niederlage der Frankfurter in Hoffenheim am letzten Wochenende gesehen. „Mindestens ein Unentschieden“ hätte die Eintracht verdient gehabt, meinte der Bayern-Coach.

Auch beim Sieg gegen Bayern vor einem Jahr hatten die Frankfurter zahlreiche Ausfälle zu beklagen gehabt. Diesmal fehlen unter anderem Maik Franz, Alexander Meier, Georgios Tzavellas und Sonny Kittel. Es gebe dennoch „keinen Grund zum Jammern“, sagte Eintracht-Coach Christoph Daum. Ende März hatte er Michael Skibbe in Frankfurt beerbt, wartet aber noch auf einen Sieg. In drei Spielen holte er bislang zwei Punkte.

Entspannte Personalsituation

Nur defensiv spielen werde seine Mannschaft am Samstag nicht, kündigte Daum an. „Wir werden auch unsere Stärken einbringen. Wichtig ist, dass du mit einer unglaublich hohen Laufbereitschaft gegen große Individualisten spielen musst und gewissen Spielern auf bestimmten Positionen eine Rückendeckung mitgibst.“

Beim FC Bayern entspannte sich vor der Reise in die Main-Metropole die Personalsituation. Bastian Schweinsteiger, Holger Badstuber und Toni Kroos kehrten unter der Woche ins Training zurück und stehen in der Commerzbank-Arena zur Verfügung. Nicht einsatzfähig sind die verletzten Danijel Pranjic, Hamit Altintop und Ivica Olic, Arjen Robben ist zum letzten Mal rot-gesperrt.

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