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'Wir sind der FC Bayern'

FCB will drei Punkte bei Jonker-Debüt

Der Trainer ist neu, das Ziel ist das alte. Auch nach der Ablösung von Louis van Gaal durch dessen bisherigen Assistenten Andries Jonker kämpft der FC Bayern am Sonntag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) um das Minimalziel in dieser titellosen Saison: Platz drei und damit die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League.

„Wir spielen zuhause und wollen gewinnen“, brachte es Thomas Müller kurz und knapp auf den Punkt. „Es wird ein interessantes Duell und ich hoffe, dass wir am Ende als Sieger vom Platz gehen.“ Nach dem torlosen Remis am Samstag im Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Hannover 96 können die Bayern (52 Punkte) mit einem Sieg gegen Bayer die 96er (54) wieder vom dritten Tabellenplatz verdrängen.

Während Bayern-Präsident Uli Hoeneß in Jonkers erstem Spiel als Chefcoach auf „eine Explosion“ der Mannschaft hofft, erwartet Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge, dass diese „alles gibt, um den Funken vom Platz auch auf die Fans und Zuschauer auf der Tribüne zu übertragen. Noch hat es unsere Mannschaft in der Hand, den dritten Platz in der Meisterschaft zu erreichen und sich für die Champions League zu qualifizieren.“

„Wir haben gut trainiert, die Mannschaft macht einen guten Eindruck“, meinte Müller, der es als großen Vorteil wertete, dass Jonker für die letzten fünf Saisonspiele vom Co-Trainer zum Chef befördert wurde. „Er kennt uns in- und auswendig und weiß, wie er mit wem umzugehen hat“, betonte der WM-Torschützenkönig, der weiß: „Wir haben eine schwere Situation, aber wir sind der FC Bayern. Das darf man nicht vergessen.“

Jonker setzt auf Routine

Vor seiner Premiere als Bayern-Trainer versuchte Jonker in den vergangenen Tagen, mit vielen Spielformen im Training „den Spaß und seine Motivation an die Spieler weiterzugeben“, wie Müller erklärte. Gegen den Tabellen-Zweiten aus Leverkusen setzt der 48 Jahre alte Holländer auf mehr Routine in der Startelf: Jörg Butt (36) und Anatoliy Tymoshchuk (32) sollen dem FCB mehr Stabilität verleihen.

Eine große Systemumstellung werde es aber nicht geben. „Ich muss auch nicht in einigen Tagen zu viel ändern“, sagte Jonker. Er habe keine „Catenaccio-Mannschaft“, trotzdem wolle er versuchen, „das Defensivverhalten so gut wie möglich funktionieren zu lassen. Wichtig ist, dass wir ruhig und überzeugt sind im Kopf und machen, was wir machen wollen.“

Viele Fragezeichen

Erschwert wird sein Debüt auf der Bayern-Bank allerdings von den großen Personalsorgen. Arjen Robben und Holger Badstuber sind gesperrt, hinter dem Einsatz von Bastian Schweinsteiger (Bänderzerrung) und Franck Ribéry (Muskelverhärtung) stehen „viele Fragezeichen“, wie Jonker betonte. Immerhin kehren die zuletzt angeschlagenen Daniel van Buyten und Danijel Pranjic wieder in den Kader zurück.

Die Gäste aus dem Rheinland, die derzeit neun Punkte Vorsprung auf den FCB haben, könnten mit ihrem ersten Sieg in München seit 1989 nicht nur den zweiten Platz festigen, sondern auch noch ins Titelrennen eingreifen, sofern Spitzenreiter Borussia Dortmund am Sonntagabend nicht gegen den SC Freiburg gewinnt. „Wir sind die beste Rückrunden-Mannschaft, haben ein stabiles Team und genügen höchsten Ansprüchen. Wir sind gut drauf“, meinte Bayer-Trainer Jupp Heynckes.

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