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Auf in den Endspurt

Gegen Gladbach zählt nur ein Sieg

Es hat sich nicht viel geändert seit jenem elften Spieltag vor fast auf den Tag genau fünf Monaten. Borussia Mönchengladbach ist immer noch Tabellenletzter und beim Duell gegen den FC Bayern klarer Außenseiter. Und für den deutschen Rekordmeister gilt damals wie heute: „Unsere Tabellensituation erlaubt nichts anderes als einen Sieg gegen die Borussia“, wie Karl-Heinz Rummenigge vor dem Wiedersehen am Samstag (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio) in der Allianz Arena sagte. Nur: Damals kam der FCB in Gladbach nicht über ein 3:3 hinaus.

So ein Fauxpas soll sich jetzt natürlich nicht wiederholen. „Wir haben mehr Qualität, wir spielen zu Hause, wir wollen und müssen gewinnen. Wenn wir das umsetzen, was der Trainer fordert, werden wir gewinnen“, ist Mario Gomez überzeugt. Es wäre auch eine Premiere in dieser Saison. Zum ersten Mal würde der FC Bayern dann drei Bundesligaspiele in Folge gewinnen - unglaublich, aber wahr.

Im Saisonendspurt will der Rekordmeister unbedingt eine Siegesserie hinlegen, um die Champions-League-Qualifikation noch zu schaffen. Nach der Länderspielpause ist Gladbach die erste von sieben noch ausstehenden Partien. „Wir können alle sieben gewinnen“, betonte Arjen Robben. Auf den 2:1-Sieg in Freiburg vor zwei Wochen gelte es aufzubauen. „Das war auch eine Willensleistung, wir haben den Sieg erzwungen“, meinte Andreas Ottl, „das wollen wir auch in den nächsten Spielen in die Waagschale werfen, zusammen mit unserer individuellen Klasse.“

Mit Mann und Maus

Damit sind als aller erstes Robben und Franck Ribéry gemeint. Im Hinspiel fehlte die Flügelzange des FC Bayern verletzt, doch jetzt ist sie fit. „Wir müssen sehr konzentriert sein und mit viel Intelligenz gegen Franck Ribéry und Arjen Robben verteidigen“, weiß Borussia-Chefcoach Lucien Favre um die Gefährlichkeit der beiden. „München ist die derzeit vielleicht beste Mannschaft“, meinte der Schweizer, der Ende Februar Michael Frontzeck auf der Trainerbank ablöste, „wir haben dort nichts zu verlieren.“

Die Bayern erwarten am Samstag, wie im Hinspiel, einen sehr defensiv eingestellten Gegner. „Gladbach wird mit Mann und Maus verteidigen. Deswegen wird auch das wieder ein schwieriges Spiel“, sagte Gomez, der davor warnte, den Tabellenletzten zu unterschätzen. „Gladbach hat bessere Spieler als einige andere Mannschaften in der Bundesliga. Sie werden auch um jeden Grashalm kämpfen und versuchen, etwas mitzunehmen.“

Sprung auf Rang drei winkt

Nicht nur das Hinspiel, sondern auch ein Blick auf die Rückrundentabelle zeugt vom Potenzial der Borussia. Dort stehen die Rheinländer auf dem neunten Platz. „Sie haben nach der Winterpause mehr Punkte geholt“, weiß auch Louis van Gaal, der froh war, dass seine Nationalspieler weitgehend verletzungsfrei nach München zurückgekehrt sind - bis auf Daniel van Buyten, der wegen eines Muskelfaserrisses erst einmal ausfällt. „Das ist schade für ihn und für Bayern München. Er hat die letzten Spiele gut gespielt“, meinte Van Gaal, der offen ließ, wer den Belgier in der Innenverteidigung ersetzen wird.

Der FCB-Chefcoach war „zufrieden“, wie sich seine Mannschaft in den letzten Tagen präsentiert hat. „Die Spieler haben sehr gut trainiert, besser als nach der letzten Pause. Aber das muss immer im Spiel bestätigt werden“, sagte er. An Motivation dürfte es nicht fehlen. Erstens wegen des Hinspiels und zweitens weil schon am Samstagnachmittag der Sprung auf Platz drei winkt. Dann wenn Hannover in Dortmund Punkte lässt. Voraussetzung ist aber, dass der FCB den Klassiker gegen Gladbach gewinnt.

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