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'Ich kann das'

Klose freundet sich mit neuer Rolle an

Er ist kein Kind von Traurigkeit. Bekommt man es mit Maik Franz zu tun, sind heiße und emotionale 90 Minuten vorprogrammiert. Am kommenden Wochenende beim Gastspiel des FC Bayern in Frankfurt fehlt der Abwehrchef der Eintracht wegen eines Mittelfußbruches. Ein Vorteil für den FC Bayern? „Nein!“, sagte Miroslav Klose zur Überraschung der Journalisten am Mittwoch. „Ich finde es schade, dass er nicht spielt“, so der Nationalstürmer.

Klose ging sogar noch einen Schritt weiter und behauptete: „Mit Franz wäre es einfacher für uns gewesen, Frankfurt zu besiegen. Denn gegen ihn habe ich in der Vergangenheit immer gut ausgesehen.“ Bei den letzten drei Bayern-Auftritten in Frankfurt traf der Stürmer viermal. Doch egal, wer den verletzten Franz bei der Eintracht ersetzt - Klose ist von einem Erfolg beim Abstiegskandidaten am Samstag (15.30 Uhr) überzeugt: „Es wird wichtig sein, dass wir auf uns schauen. Wenn wir ihnen unser Spiel aufzwingen, werden wir gewinnen.“

Starke Leistung gegen Leverkusen

Ob der FC Bayern auch in Frankfurt sein Konzept durchdrücken kann, wird auch von Klose selbst abhängen. Denn der Nationalstürmer nahm im 4-2-3-1-System von Chefcoach Andries Jonker beim 5:1 gegen Leverkusen die Rolle des Spielmachers ein und wird dort wohl auch am kommenden Wochenende auflaufen. „Mario Gomez spielt vorne, da ändert sich nichts. Er trifft ja derzeit, wie er will“, berichtete Klose. Mit einen Systemwechsel rechnet der 32-Jährige nicht. Klose: „Wir spielen ja auch täglich im Training so.“

Klose stört das nicht. Ob im Sturm oder auf der Zehn - Hauptsache in der Startelf. Erstmals seit dem 6. Spieltag gegen Mainz durfte der zweiterfolgreichste deutsche Nationalstürmer aller Zeiten gegen Leverkusen wieder von Beginn an ran. „Das war ein schönes Gefühl“, bestätigte Klose, „ich hatte die ganze Woche über gut gearbeitet und wollte das auf dem Platz zeigen“. Dies gelang ihm eindrucksvoll: Er ging unglaubliche Wege und schaffte so Räume für die Mitspieler - insbesondere für Gomez, dem ein lupenreiner Hattrick gelang.

Van Buyten: Lob für Klose

Es scheint, als würde sich Klose mit seiner neuen Position anfreunden. Er sagte: „Jetzt bin ich halt Zehner. Das heißt: mal vorne, mal hinten, mal im Mittelfeld. Ich kann das!“ Findet auch Teamkollege Daniel Van Buyten. Der Belgier lobte den „unglaublich ballsicheren“ Klose in höchsten Tönen. „Man hat gespürt, dass er lange auf der Bank saß und daher gegen Leverkusen unglaublich hungrig war. Das war schön zu sehen“, erzählte Van Buyten und fügte an: „Er ist ein wichtiger Spieler für den FC Bayern.“

Ob er allerdings auch kommende Saison im Trikot des deutschen Rekordmeisters zu bestaunen sein wird, ist "völlig offen", wie Klose erklärte. Sein Vertrag läuft am 30. Juni aus. Fest steht: „Ich fühle mich fit, bin gesund. Ich möchte weiter auf allerhöchstem Niveau spielen.“

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