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'Ich bin sehr froh'

'Tymo' zurück auf seiner Lieblingsposition

Er grätschte, er kämpfte, gab keinen Ball verloren. Anatoliy Tymoshchuk präsentierte sich am Donnerstag im Training wie immer: als Vorbild in Sachen Einsatz. Seine Situation beim FC Bayern hat sich seit der Beurlaubung von Louis van Gaal allerdings verändert. Denn: In den letzten Tagen bat der neue Coach Andries Jonker den Ukrainer zu einem Vier-Augen-Gespräch und bestätigte dem 32-Jährigen: Anatoliy, du spielst am Sonntag gegen Leverkusen von Beginn an! „Darüber bin ich sehr froh“, sagte Tymoshchuk.

Kein Wunder, denn in den letzten Wochen hatte der ukrainische Nationalspieler in den Plänen von Jonkers Vorgänger Van Gaal kaum mehr eine Rolle gespielt. Seit der 1:3-Niederlage am 25. Spieltag in Hannover stand Tymoshchuk nicht mehr in der Startelf, kam nur noch zur Kurzeinsätzen - wie am vergangenen Wochenende in Nürnberg (1:1), als er zur Pause eingewechselt wurde. Das ändert sich nun, Tymoshchuk soll im Saisonendspurt für Stabilität im Spiel des FC Bayern sorgen.

Zurück auf die 'Lieblingsposition'

Und das endlich wieder dort, wo er sich am wohlsten fühlt: vor der Abwehr auf der Sechs. „Der Trainer hat zu mir gesagt, dass ich auf meiner Lieblingsposition spielen werde“, verriet Tymo - und strahlt dabei übers ganze Gesicht. Denn er weiß: Dort ist er für die Mannschaft am wertvollsten. Fünf Mal lief er in dieser Saison für den FC Bayern von Beginn an im defensiven Mittelfeld auf, kein einziges Mal verließen die Münchner als Verlierer den Platz. Ein gutes Omen für das Spitzenspiel gegen Leverkusen.

Tymoshchuk weiß um die Bedeutung dieser Partie. „Wir müssen Gas geben und im nächsten Jahr Champions League spielen.“ Und er weiß auch, dass nicht nur der Trainerwechsel seine Perspektive beim FC Bayern verbessert hat. Tymoshchuk profitiert davon, dass mit Arjen Robben (Rot-Sperre) und Holger Badstuber (Gelb-Sperre) gegen Leverkusen zwei Stammspieler passen müssen.

Zwei Gesichter

Daniel van Buyten (Lauftraining nach Muskelfaserriss), Daniel Pranjic (muskuläre Probleme) und Bastian Schweinsteiger (Bänderzerrung) sind zudem fraglich. Dass er dennoch nicht - wie unter Van Gaal zumeist der Fall - in der Innenverteidigung ran muss, sieht er als positiven Trend. Tymoshchuk: „Jetzt spiele ich im Mittelfeld, obwohl wir hinten viele Ausfälle haben. Das freut mich.“

Im defensiven Mittelfeld kann der Ukrainer den Offensivspielern wie Franck Ribéry oder Thomas Müller den Rücken frei halten. Genau darin sieht er seine Aufgabe: „Eine Mannschaft benötigt auch Spieler, die verteidigen. Dann ist es auch für die Kreativspieler leichter“, sagte Tymoshchuk, der neben dem Platz ein äußerst ruhiger Geselle ist. Doch sobald der 32-Jährige den grünen Rasen betritt, ist Schluss mit lustig. „Ich habe zwei Gesichter: eines auf und eines außerhalb des Platzes“, sagte Tymoshchuk. Seine Mitspieler können das bestätigen. Sie bekommen dies täglich im Training zu spüren.

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