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Meister der letzten 27 Spiele

Die interessantesten Statistiken der Saison

Der FC Bayern ist Deutscher Meister. „Nein, wir haben doch die Schale“, werden sich die Fans von Borussia Dortmund denken. Keine Sorge, BVB, der Titel gehört Euch. Aber lässt man die ersten sieben Spieltage außer Acht, hätte der FC Bayern in dieser Saison die Meisterschaft geholt. 57 Punkte sammelten die Münchner ab Spieltag Nummer acht - genauso viele wie Dortmund. Doch der FCB weist mit 76:31 im Vergleich zum BVB (59:17) das bessere Torverhältnis auf.

Eine nette Was-wäre-wenn-Statistik. An der Tatsache, dass die Bayern die Saison mit zehn Punkten Rückstand auf den BVB auf dem dritten Platz abgeschlossen haben, ändert diese natürlich nichts. „Dass wir nicht um die Meisterschaft mitgespielt haben, lag exklusiv an den ersten sieben Spieltagen“, fasste es Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge im kicker treffend zusammen. Und Kapitän Philipp Lahm bestätigte: „Am Anfang der Saison haben wir zu wenige Punkte geholt!“

Magere acht Zähler hatte der Rekordmeister nach sieben Partien auf seinem Konto. Einzig gegen Wolfsburg und in Hoffenheim (jeweils 2:1) verließ der FCB als Sieger den Platz, Nullnummern gab es gegen Bremen sowie Köln. In Kaiserslautern, gegen Mainz (jeweils 1:2) und in Dortmund (0:2) setzte es sogar Niederlagen. Die Borussia war somit bereits weit enteilt. „Wir hatten zu viele Schwächephasen“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger.

fcbayern.de hat weitere interessante Statistiken der vergangenen Saison zusammengestellt. So startete der FCB in der Rückrunde seine Aufholjagd. Mit 36 Punkten aus 17 Spielen verbesserte sich der Rekordmeister von Platz fünf auf drei, kein Team war nach der Winterpause erfolgreicher! Zudem präsentierten sich Lahm und Co. als heimstärkstes Team (41 Punkte): Nur Mainz und Dortmund stürmten die Festung Allianz Arena.

Gomez: Toptorjäger und Topscorer

Besonders auffällig in dieser Spielzeit: die überragende Offensive mit 81 Toren. Zuletzt gelangen einer Mannschaft vor 23 Jahren mehr Treffer in einer Saison (83). Und welcher? Dem FC Bayern! Damals im Trikot der Münchner: Lothar Matthäus, mit 17 Toren Toptorjäger, Klaus Augenthaler oder Andreas Brehme. Heute heißen die Protagonisten unter anderem Mario Gomez, Arjen Robben oder Franck Ribéry.

Ersterer staubte nicht nur zum ersten Mal in seiner Karriere die Torjägerkanone ab („Ich habe 28 fantastische Zuspiele bekommen“), sondern war gleichzeitig mit 33 Punkten auch Topscorer der abgelaufenen Bundesliga-Saison - vor seinen Teamkollegen Thomas Müller und Ribéry. Zu Gomez' 28 Toren gesellten sich nämlich noch fünf Assists. „Dieses Jahr hat er sich extrem weiterentwickelt. Er verteidigt und verteilt die Bälle mittlerweile gut“, lobte Lahm seinen Teamkollegen.

Lahm: Er läuft, und läuft, und läuft

Den besten Vorbereiter der Liga hat der FC Bayern ebenfalls in seinen Reihen: Ribéry. Der Franzose sammelte 17 Assists - einzig Kaiserslauterns Christian Tiffert (ebenfalls 17) kann da einigermaßen mithalten. Der benötigte für seine Tor-Vorbereitungen allerdings 33 Partien, während Ribéry auf Grund von Verletzungen nur 25 Mal zum Einsatz kam. Und Flügelflitzer Robben raste nach seiner schweren Muskelverletzung, die ihn die komplette Hinrunde außer Gefecht setzte, gleich wieder von null auf hundert. Mit 12 Toren und zehn Assists ist der Niederländer der erfolgreichste Scorer der Rückrunde.

Weitere interessante Fakten: Kapitän und Dauerläufer Lahm stand in dieser Saison in jedem Pflichtspiel in der Startformation, absolvierte sogar die letzten 109 in Folge. In 171 Bundesliga-Spielen kassierte der Nationalspieler nur elf Gelbe Karten, war bislang in seiner Karriere nie gesperrt - fairer geht’s kaum! Zudem waren die Bayern mit 64 Punkten das beste Team der ersten Halbzeit. Aber da ein Spiel 90 Minuten dauert und eine Saison nicht erst ab dem achten Spieltag beginnt, wurde in dieser Saison Borussia Dortmund verdient Deutscher Meister.

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