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So läuft die CL-Quali

FCB drohen Kiew, Twente oder Udinese

Der Termin steht schon fest: Am 16./17. August steigt das Hinspiel, am 23./24. August das Rückspiel. Auf wen der FC Bayern in der Qualifikation zur Champions League trifft, ist allerdings noch offen. Sicher ist nur, dass der deutsche Rekordmeister auf dem Weg in die Königsklasse „keine gemähte Wiese“ vorfindet, wie FCB-Ehrenpräsident Franz Beckenbauer sagte.

„Es kann eine harte Nuss werden“, meinte auch Uli Hoeneß und verwies auf den möglichen Gegner Manchester City, der sich am letzten Spieltag der Premier League allerdings Platz drei und somit die direkte Qualifikation sicherte. „Wenn man die Mannschaften sieht, die eventuell in Frage kommen, dann sind die Champions-League-Qualifikationsspiele sehr gefährlich“, sagte Christian Nerlinger, „das ist kein Selbstläufer.“

Dem FC Bayern droht ein Duell mit einem Top-Klub aus Italien, der Niederlanden oder der Ukraine - ein deutlich schwerer Gegner also als bei den bisherigen beiden Teilnahmen an der CL-Quali. In der Saison 1998/99 bekam es der deutsche Rekordmeister mit FK Obilic zu tun und setzte sich klar mit 4:0 und 1:1 durch. 2002/03 kam der Gegner erneut aus Serbien und war erneut keine große Hürde. Gegen Partizan Belgrad behielt der FC Bayern mit 3:0 und 3:1 die Oberhand.

Wie läuft die Qualifikation?

Zur Saison 2009/10 wurde die Qualifikation zur Champions League geändert, um mehr nationalen Meistern den Zugang zu ermöglichen. Es wurden zwei Qualifikationswege eingeführt:

  • Der Meisterweg, in dem 40 Meisterklubs in vier Runden um fünf Champions-League-Plätze spielen.
  • Den Ligaweg, in dem 15 Nicht-Meister in zwei Runden um ebenfalls fünf Startplätze kämpfen - darunter der FC Bayern.

Auf wen kann der FC Bayern treffen?

Als Drittplatzierter der gerade abgeschlossenen Bundesliga-Saison wird der FC Bayern erst in der letzten, sogenannten Play-off-Runde ins Geschehen eingreifen. In einer ersten Qualifikationsrunde treten folgende zehn Klubs gegeneinander an (am 26./27. Juli und am 2./3. August):
  • der Drittplatzierte aus Russland: Rubin Kazan
  • der Vizemeister aus der Ukraine: Dynamo Kiew
  • der Vizemeister aus Rumänien: FC Vaslui (FC Timisoara wurde die Lizenz entzogen, der FC Vaslui rückt als Dritter nach)
  • der Vizemeister aus Portugal: Benfica Lissabon
  • der Vizemeister aus Holland: Twente Enschede
  • der Vizemeister aus der Türkei: Trabzonspor
  • der Vizemeister aus Griechenland: Panathinaikos Athen
  • der Vizemeister aus der Schweiz: FC Zürich
  • der Vizemeister aus Belgien: Standard Lüttich
  • der Vizemeister aus Dänemark: Odense BK

Fünf dieser Klubs erreichen die Play-off-Runde, in der weitere fünf Klubs in den Wettbewerb einsteigen:
  • der Viertplatzierte aus England: Arsenal London
  • der Viertplatzierte aus Spanien: FC Villarreal
  • der Viertplatzierte aus Italien: Udinese Calcio
  • der Drittplatzierte aus Deutschland: FC Bayern
  • der Drittplatzierte aus Frankreich: Olympique Lyon

Auf wen der FC Bayern trifft, wird am 5. August in Nyon ausgelost. Dabei sind die fünf Klubs mit dem besten UEFA-Klub-Koeffizienten gesetzt, also auch der FC Bayern, der den besten Koeffizienten aller Teams, die in die Qualifikation müssen, besitzt. Folgende Gegner sind damit auf jeden Fall ausgeschlossen: FC Arsenal, Olympique Lyon, Benfica Lissabon, FC Villarreal. Möglich ist hingegen zum Beispiel ein Duell mit Udinese Calcio, Twente Enschede oder Dynamo Kiew.

„Dass es nicht leichter wird, steht außer Frage“, sagte Philipp Lahm, der aber trotzdem voller Zuversicht in die Qualifikation geht. „Wir sind der FC Bayern, wir gehören in die Champions League. Wir werden uns top vorbereiten und dann werden wir auch die Qualifikation schaffen.“ Auch Neu-Trainer Jupp Heynckes ist optimistisch: „Bayern hat jetzt eine sehr gute Mannschaft und wird in der neuen Saison eine noch bessere haben. Und so werden wir die Qualifikation bestehen.“

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