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'Wir wollen den Titel'

FCB-Frauen im Finale um den Bundesliga-Cup

Am 20. Juni werden es 35 Jahre, die seit dem Gewinn der Deutschen Frauenfußball-Meisterschaft des FC Bayern vergangen sind. 4:2 n.V. besiegten die Münchnerinnen damals im Finale Tennis Borussia Berlin. Ziemlich genau 35 Jahre später greifen die FCB-Frauen endlich wieder nach einem deutschen Pokal. Am Samstag (21. Mai, 15 Uhr) stehen sie in Ingolstadt im Endspiel um den Bundesliga-Cup. Gegner ist der 1. FFC Turbine Potsdam - gespielt wird damals wie heute zweimal 30 Minuten. Ein gutes Omen.

„Potsdam ist körperlich sehr stark. Da sind sie uns voraus. Aber wir sind fußballerisch sehr, sehr gut drauf“, erwartet Bayern-Trainer Thomas Wörle „ein Spiel auf Augenhöhe“ gegen die Potsdamerinnen. „Ich denke, dass wir ihnen über zweimal 30 Minuten Paroli bieten können. Wir wollten ins Finale. Jetzt sind wir da und wollen den Titel holen, unbedingt!“

In der abgelaufenen Bundesligasaison war Potsdam dreimal eine Nummer zu groß für die Münchnerinnen. 0:3, 0:3 und 2:4 (im DFB-Pokal-Halbfinale) verloren sie gegen die Torbienen, die am Ende zum dritten Mal in Folge die Meisterschaft feierten und in gut einer Woche auch ihren Champions-League-Titel verteidigen können.

Im Finale des Bundesliga-Cups ist der FC Bayern aber guter Hoffnung, dem aktuellen Aushängeschild des deutschen Frauenfußballs ein Bein stellen zu können. Potsdam muss nämlich auf fünf Nationalspielerinnen verzichten, die bereits die WM-Vorbereitung bei der DFB-Elf bestreiten. „Die sind natürlich geschwächt“, meinte Wörle, warnte aber davor den Gegner zu unterschätzen: „Potsdam hat eine unglaublich starke Jugend. Die können ohne Probleme Spielerinnen hochnehmen.“

Beide Teams mit Maximalausbeute

Dass die Torbienen auch ohne Lira Bajramaj & Co. ein schlagkräftiges Team aufbieten können, zeigte die Gruppenphase des Bundesliga-Cups. Mit der Maximalausbeute von 15 Punkten und 23:3 Toren qualifizierten sie sich für das Finale. Aber auch der FC Bayern marschierte mit einer herausragenden Ausbeute ins Endspiel (15 Punkte, 27:3 Tore) und muss sich daher nicht verstecken.

„Wir haben richtig gut gespielt“, lobte Wörle die Auftritte seiner sehr jungen Mannschaft, die zahlreiche Verletzte zu beklagen hat (u.a. Petra Wimbersky, Tanja Wörle, Vanessa Bürki). „Da sind etliche dabei, die eigentlich Stammspielerin sind“, sagte der Trainer, „daher war ich schon überrascht, wie konsequent und konzentriert die Mädels das vom ersten Spiel an durchgezogen haben. Sie haben gespürt: Mensch, das ist eine Möglichkeit, einen Titel zu holen.“

Das Finale um den Bundesliga-Cup 2011 wird am 21. Mai um 15 Uhr auf dem Nebenplatz am Audi Sportpark in Ingolstadt angepfiffen. Die Siegerehrung findet in der Halbzeitpause des Frauenfußball-Länderspiels Deutschland gegen Nordkorea (Anpfiff 17 Uhr) im Audi Sportpark statt.

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