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Ab in den Urlaub!

FCB freut sich über gelungenen Saisonabschluss

Als der Lufthansa-Sonderflug am Donnerstag pünktlich um 12.03 Uhr am Münchner Flughafen landete, war es fast geschafft. Schnell noch mit dem Mannschaftsbus an die Säbener Straße, dann ein gemeinsames Mittagessen und anschließend hieß es für die Profis des FC Bayern: Ab in den Urlaub! Einige können schon ganz die Beine hochlegen, die Nationalspieler hingegen haben noch ein paar Pflichttermine, ehe auch für sie die Ferien anbrechen.

Zuvor stand für den deutschen Rekordmeister aber noch die letzte Dienstreise des Jahres auf dem Programm. Auf Einladung von FCB-Anteilseigner Audi und dem Mutterkonzern VW waren die Münchner in den Nordwesten Russlands gereist, wo am Mittwochabend ein Freundschaftsspiel gegen den russischen Spitzenklub Zenit St. Petersburg bestritten wurde. Mit 4:2 (1:1) gewann der FCB die Partie, Trainer Andries Jonker blieb damit auch in seinem achten Spiel als Cheftrainer unbesiegt.

„Er hat eine sehr wichtige Rolle gespielt, das hat er hervorragend gemacht“, lobte Christian Nerlinger den zur zweiten Mannschaft scheidenden Jonker und dessen Leistung seit der Amtsübernahme von Louis van Gaal. Aber auch die Mannschaft bekam noch ein Lob vom Sportdirektor für den abschließenden Sieg im mit 18.000 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Petrovsky-Stadion. „Es war wichtig, dass sich die Mannschaft heute nochmal in einem hervorragenden Zustand präsentiert hat.“

Nach dem frühen Rückstand durch Alexander Bukharov (11. Minute) drehte Miroslav Klose (17./47.) mit zwei Treffern die Partie zugunsten der Bayern. Thomas Müller (65.) und Arjen Robben (81.) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe, Szabolcs Huszti (80./Fouelfmeter) konnte zwischenzeitlich auf 2:3 verkürzen. Am Ende bekamen beide Mannschaften vom Veranstalter einen großen Pokal überreicht, den der verletzte Bastian Schweinsteiger, der an der Seitenlinie engagiert als Jonkers Co-Trainer agierte, für die Münchner entgegennahm.

Umjubelter Tymoshchuk

Star des Abends war aber Bayern-Profi Anatoliy Tymoshchuk, der die Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte kaum erwarten konnte und vom einheimischen Publikum frenetisch gefeiert wurde. Nach dem Schlusspfiff hallten lautstarke „Tymoshchuk! Tymoshchuk!“-Rufe durch das Stadion, der Ukrainer ließ sich nicht lange bitte und präsentierte sich vor dem Zenit-Fanblock, wo er sein FCB-Trikot einem seiner treuen Fans schenkte.

„Es war einfach fantastisch, heute hier zu spielen“, meinte Tymo auf Nachfrage von fcbayern.de. „Du hast es selbst gesehen, was im Stadion los war. Die Menschen, diese Stadt, es war einfach nur toll.“ Zweienhalb Jahre spielte Tymoshchuk einst für St. Petersburg, ehe er zum FC Bayern wechselte. Die Heimreise am Donnerstag trat der 32-Jährige nicht mit an, er durfte noch ein paar Tage in der alten Heimat („Ich fühle mich hier wie zuhause“) bleiben.

'Tymo' als Fremdenführer

Im Anschluss an das Mitternachtsbankett - Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge dankte bei seiner Bankettrede Russlands VW-Chef Marcus Osegowitsch für die Einladung nach St. Petersburg und „die tolle Gasfreundschaft“ in der zweitgrößten Stadt Russlands - zeigte Tymoshchuk seinen Mannschaftskollegen aber zunächst die Vorzüge des lokalen Nachtlebens.

Müde, aber zufrieden ob des bevorstehenden (Kurz-)Urlaubs erschienen Philipp Lahm und Co. am Donnerstagmorgen auf dem Flughafen. Vier Stunden später, nach dem Mittagessen an der Säbener Straße, war die Saison dann für alle endgültig abgehakt.

Für fcbayern.de in St. Petersburg: Carsten Zimmermann

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