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FCB in St. Petersburg

Keine Zeit für Kultur und Sightseeing

Über sieben Brücken musst du gehen! Wohl auf kaum eine andere Stadt passt der Titel dieses alten Rockliedes der deutschen Gruppe Karat besser als auf die russische Metropole St. Petersburg. Allerdings gibt es in der nördlichsten Millionenstadt der Welt weit mehr als nur sieben Brücken: Über 500 Brücken sind es in der zweitgrößten Stadt Russlands, allein 300 davon in der Innenstadt.

St. Petersburg liegt im Nordwesten Russlands an der Mündung des Flusses Newa und besteht aus 42 Inseln. Rund zehn Prozent des Stadtgebiets besteht aus Wasser, was St. Petersburg nicht umsonst den Beinamen Venedig des Nordens verdankt. Für den FC Bayern ist es nach 2008 die zweite Dienstreise in die Fünf-Millionen-Stadt, wo es am Mittwochabend im Petrowski-Stadion gegen den Spitzenklub Zenit St. Petersburg geht.

Drei Spiele in drei Tagen

Nach der Ankunft im Mannschaftshotel am frühen Dienstagabend - der Zeitunterschied zu München beträgt plus zwei Stunden - stand für Philipp Lahm und Co. zunächst ein gemeinsames Abendessen auf dem Programm, anschließend zogen sich die FCB-Profis in ihre Zimmer zurück oder begaben sich in die Obhut der medizinischen Abteilung, um sich noch etwas von den Strapazen der letzten Tage mit drei Spielen in drei Tagen pflegen zu lassen.

Das Mannschaftsquartier des Rekordmeisters liegt im Stadtzentrum St. Petersburgs, in unmittelbarer Nachbarschaft der Admiralität mit ihrem golden glänzenden Dach, der Eremitage, einem der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt mit zahlreichen Werken von Rubens, Rembrandt, Van Gogh, Picasso, da Vinci oder Kandinsky. Auch die Peter-und-Paul-Festung, die Isaakskathedrale und der Palastplatz liegen nur wenige Gehminuten entfernt.

Volle Konzentration

Doch für die zahlreichen Sehenswürdigkeiten des einstigen Leningrads bleibt der Mannschaft von Trainer Andries Jonker keine Zeit. Denn auch wenn es sich bei der Partie am Mittwochabend gegen den UEFA-Pokalsieger von 2008 nur um ein Freundschaftsspiel handelt, fordert der 48 Jahre alte Niederländer auch vor dem letzten Spiel vor der Sommerpause volle Konzentration. Und so bereitet er sein Team vor, als wäre es ein normales Pflichtspiel.

Immerhin vermieden die Münchner somit einen fast schon legendären Faux-Pas, der Touristen in St. Petersburg des Öfteren widerfährt: Auf den zahlreichen Kanälen der Newa findet nachts die Frachtschifffahrt statt. Dazu werden zwar nicht die Bürgersteige, dafür aber die Brücken der Stadt hochgeklappt. Somit sind sämtliche Zufahrtsstraßen ins Zentrum blockiert, erst in den frühen Morgenstunden werden die Brücken wieder heruntergelassen.

Für fcbayern.de in St. Petersburg: Carsten Zimmermann

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