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Rippenprellung

Klose sagt EM-Qualifikationsspiele ab

Ohne ihren besten Torschützen Miroslav Klose muss die deutsche Nationalmannschaft die beiden EM-Qualifikationsspiele in Österreich und Aserbaidschan bestreiten. Der 32 Jahre alte Bayern-Profi hat sich am Sonntagabend beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen Uruguay in Sinsheim eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen und seine Teilnahme an den beiden letzten Länderspielen der Saison abgesagt.

„Es ist bedauerlich, dass Miro für die beiden Länderspiele in Österreich und Aserbaidschan ausfällt. Bei unseren Planungen für diese Begegnungen hat er gemeinsam mit Mario Gomez im Sturm eine wichtige Rolle gespielt“, sagte Bundestrainer Joachim Löw, der dem mit 62 Treffern nach Gerd Müller zweitbesten Torschützen der DFB-Geschichte „einen guten und schnellen Heilungsverlauf“ wünschte.

Kernspintomographi bringt Gewissheit

In der Neuauflage des kleinen Finales der WM 2010 in Südafrika gegen Uruguay war Klose zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt worden. In der Schlussphase der Partie musste er nach einem Luftkampf behandelt werden, nach dem Spiel hatte er dann über starke Beschwerden geklagt. Nach einer Kernspintomographie am Montagvormittag in München folgte dann die endgültige Diagnose, die zur Absage der beiden Qualifikationsspiele führte.

Kloses Pech könnte zum Glück für seinen Münchner Teamkollegen Mario Gomez werden, der nun erste Wahl ist. Löw setzt voll auf den Torschützenkönig der Bundesliga. „Es war ein absolut tolles Jahr für Mario“, lobte der Bundestrainer nicht nur wegen des „klasse Tores“ in Sinsheim. „Ich werde alles tun“, versprach Gomez, der nach seinem 16. Länderspieltreffer seine Chance wittert: „Ich bin überzeugt davon, dass ich noch viele wichtige Tore machen werde.“

Rückkehr nach Wien

Dem TORero bietet sich damit die Chance, seinem Ziel, endlich auch im Nationaltrikot Stürmer Nummer eins zu werden, wieder ein Stück näher zu kommen. „Ich bin mittlerweile etwas entspannter geworden und versuche nicht mehr, auf Teufel komm raus diesen Platz zu bekommen“, sagte er zum Zweikampf mit Klose. Er will einfach „gute Spiele abliefern. Dann wird meine Zeit kommen.“

Gut tat Gomez - nach den Pfiffen im März - der Beifall der Fans. „Mit guten Spielen und vielen Toren kann ich die auf meine Seite bekommen“, glaubt der 25-Jährige. Da passt die Rückkehr nach Wien: Dort hatte Gomez beim deutschen 1:0-Sieg bei der EM 2008 gegen die Ösis eine Großchance vergeben - sie verfolgt ihn bis heute.

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