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Auftakt bei Kaiserwetter

Die Bayern trainieren wieder

Nach 38 Tagen Urlaub wird wieder geschwitzt an der Säbener Straße! Luiz Gustavo war der erste, der um 10.04 Uhr die Umkleidekabine verließ und Richtung Trainingsplatz spazierte. Es folgten zwei, an deren Gesichter sich die Fans des FC Bayern erst gewöhnen müssen: Die Neuzugänge Rafinha und Nils Petersen. Diego Contento, Jörg Butt, Bastian Schweinsteiger und Rouven Sattelmaier komplettierten eine Minute später die siebenköpfige Trainingsgruppe, die unter dem altbekannten Chefcoach Jupp Heynckes am Montag die Saisonvorbereitung aufgenommen hat. An der Seite von Don Jupp gaben Assistenzcoach Peter Hermann (Heynckes: „Er ist kompetent und sehr fleißig. Er passt zum FCB“) und Torwarttrainer Toni Tapalovic ihr Debüt an der Säbener Straße.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen floss der Schweiß bereits nach dem Aufwärmen in Strömen. „Das ist genau mein Wetter“, sagte der Brasilianer Rafinha im Gespräch mit Fcb.tv. Später standen Passübungen und ein Zirkeltraining auf dem Programm. Torwarttrainer Tapalovic, der Heynckes unter anderem von Bayerns neuer Nummer eins Manuel Neuer empfohlen wurde, arbeitete separat - erst mit Sattelmaier, dann mit Butt. Nach rund 90 Minuten war Schluss. Heynckes zog ein erstes positives Fazit: „Wir haben gut gearbeitet. Nach dem Urlaub muss man es allerdings erst einmal langsamer angehen lassen - auch auf Grund der hohen Temperaturen.“

Der neue Bayern-Trainer beobachtete viel. Mit Petersen führte er ein kurzes Einzelgespräch. Heynckes ist von den Qualitäten des Ex-Cottbusers überzeugt. „Petersen ist ein junger, intelligenter und hungriger Stürmer. Wer in der Zweiten Liga so viele Tore schießt, macht das auch oben. Gerade in einer offensiv ausgerichteten Mannschaft wie dem FC Bayern“, glaubt der 66-Jährige. Petersen selbst präsentierte sich voller Tatendrang, muss sich allerdings an die „neue Welt in München“, wie er sagte, erst noch gewöhnen.

Rafinha fällt dies leichter. Der Rechtsverteidiger kennt die Bundesliga bereits aus seiner Zeit bei Schalke 04. Der FCB ist allerdings auch für den 25-Jährigen Neuland. „Natürlich ist er Anfang immer schwer“, verriet er, fügte aber an: „Es war ein gutes Gefühl, mit den neuen Kollegen zu trainieren.“ Dass Rafinha die Defensive des deutschen Rekordmeisters verstärken wird, ist für Heynckes unbestritten: „Er ist sehr laufstark, bissig und für jeden Gegenspieler unbequem. Er wird für uns ein wichtiger Spieler auf der rechten Seite werden.“

Während Petersen die kleine Trainingsgruppe von sieben Mann als Vorteil sah („Da kann man sich besser zeigen“), freute sich Rafinha auf den kommenden Freitag. Dann steigen auch die restlichen Kollegen in die Vorbereitung ein. „Jetzt warten wir auf die Nationalspieler“, so der Brasilianer. Auf dem Platz werden Neuer, Philipp Lahm, Arjen Robben und Co. jedoch erst am Samstag im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung in der Allianz Arena zu bestaunen sein. Am Freitag stehen nur Leistungs- und Fitnesstests im Leistungszentrum an.

Dass Heynckes bis dahin nur eine kleine Gruppe von Spielern zur Verfügung steht, sei „schade“, so der Coach, „denn wir haben relativ wenig Zeit bis zum Pokalspiel am 01. August in Braunschweig“. Sich zu beschweren bringe aber nichts, da die Nationalspieler ihren Urlaub zur Regeneration dringend benötigten.

Breno 'braucht noch etwas Zeit'

Immerhin gehörte Schweinsteiger bereits der montäglichen Trainingsgruppe an. Der Mittelfeldspieler hatte auf Grund eines Zehenbruchs auf die Länderspiele im Saisonendspurt gegen Österreich und Aserbaidschan verzichtet. „Er hat noch leichte Beschwerden, hat aber schon wieder ganz gut trainiert“, sagte Heynckes. Nur im Leistungszentrum arbeitete am Montag Breno. Er absolvierte nach seiner Knie- und Sprunggelenks-Operation mit Fitnesscoach Andreas Kornmayer noch sein Reha-Programm. „Er braucht noch etwas Zeit“, berichtete Heynckes.

Aber nicht nur auf Breno warten anstrengende Wochen. Am Dienstag lässt Heynckes seine neue Truppe gleich zweimal schwitzen. Und am Sonntag beginnt das siebentägige Trainingslager in Trentino. „Es liegt viel Arbeit vor uns“, weiß Heynckes. Denn bereits Anfang August in der ersten DFB-Pokal-Runde bei Zweitliga-Aufsteiger Braunschweig müsse sich der FC Bayern in einer guten Form befinden.

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