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TALENT-Tage beim FCB

Ein Junge kam sogar aus Australien

Hagel, Blitz, Donner und immer wieder Regen, Regen, Regen - vom Wetter waren die diesjährigen TALENT-Tage des FC Bayern wirklich nicht verwöhnt. Der Begeisterung der sechs- bis zehnjährigen Nachwuchskicker tat dies jedoch keinen Abbruch. Insgesamt fast 500 Kinder der Jahrgänge 2001/02 und 2003/04 spielten am Samstag und Sonntag auf dem Trainingsgelände des FC Bayern vor und waren mit Feuereifer bei der Sache.

„Das ist definitiv das Highlight für Sebastian“, berichtete zum Beispiel die Mutter von Sebastian, der die weiteste Anreise aller Teilnehmer gehabt hatte. Sebastian kommt aus Australien und ist Bayern-Fan. Als er auf fcbayern.de von den TALENT-Tagen las, war der Entschluss schnell gefasst: Er musste in München dabei sein, die Reise ließ sich zudem mit einem Besuch bei der deutschen Verwandtschaft verknüpfen.

Und da war er also. Genauso wie viele, viele andere aus ganz Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Insgesamt hatten sich circa 1.400 Kinder beworben. „Man sieht, dass die TALENT-Tage des FC Bayern weltweit von Interesse sind“, stellte Michael Tarnat fest. Dass aber sogar ein Junge aus Australien an die Säbener Straße gekommen war, übertraf auch die Erwartungen des sportlichen Leiters des FCB junior teams. „Ich glaube, das hatten wir noch nie. Erst dachten wir, das sei ein Druckfehler.“

60 Minuten vorspielen

War es nicht. Und so kickte am Sonntag ein Australier mit vier anderen Jungs in einer Mannschaft auf dem Kunstrasenplatz des FC Bayern. Im Fünf-gegen-Fünf, ohne von Regeln eingeschränkt zu werden, sollen die Kids zeigen, was sie drauf haben. Aufmerksam beobachtet werden sie dabei von den Jugendtrainern des FC Bayern. Insgesamt eine Stunde (3 x 20 Minuten) spielt jeder Teilnehmer vor den Augen der Scouts vor.

„Wir schauen, wie der Junge mit dem Ball umgeht, ob er irgendetwas Besonderes hat: ein gutes Dribbling oder ein gutes Auge“, erklärte Tarnat, „am Ende des Tages setzen wir uns dann mit allen Trainern zusammen und tragen alle aufgefallenen Spieler in unsere Datenbank ein.“ Rund 50 Talente sind es dieses Mal, die im Fokus des FC Bayern bleiben. Einige davon, die in München und Umgebung wohnen, werden zudem zum Probetraining eingeladen.

Von den TALENT-Tagen zu den Profis

Am Ende schaffen es jedes Jahr etwa fünf Jungs von den TALENT-Tagen in eine der Jugendmannschaften des FC Bayern. „Wir hoffen natürlich, dass wir hier bei den TALENT-Tagen Spieler finden, die eines Tages oben mit Bastian Schweinsteiger zusammenspielen“, sagte Tarnat. Davon träumen alle Kinder, die am Samstag und Sonntag an der Säbener Straße ihr Bestes gaben. Auch kleine Australier.

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