präsentiert von
Menü
Torjäger vom Dienst

Gomez besiegt den 'Fluch von Wien'

Als Mario Gomez den Fluch von Wien besiegt hatte, küsste er dankbar den Torpfosten - nach dem Siegtor riss er sich jubelnd das Trikot vom Leib. „Fußball ist verrückt“, erklärte der Bundesliga-Torschützenkönig, der beim 2:1-Sieg gegen Österreich mit seinem Doppelpack erfolgreich Vergangenheitsbewältigung betrieb und endlich auch im Deutschland-Trikot hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann. Aber nicht verbissen: „Es gibt keine Kampfansagen“, konterte der 25-Jährige trocken die Frage nach dem Kampf mit Miroslav Klose, den er mit seinen Taten längst entfacht hat.

Sein großer Abend in Wien könnte der Wendepunkt für Gomez im Nationaltrikot gewesen sein. „Natürlich bin ich glücklich und froh. Ich wollte das Ruder herumreißen und habe es geschafft“, sagte der Bayern-Torjäger erleichtert und stolz. Drei Jahre lang, seit dem deutschen 1:0-Sieg gegen die Österreicher bei der EM 2008, war Gomez „der Blinde mit der Lachnummer von Wien gewesen, der den Ball aus einem Meter nicht reinkriegt“, wie er selbst bemerkte. Die Fans pfiffen ihn aus - am Freitag jubelten sie ihm frenetisch zu.

Weitere Inhalte