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Wieder dahoam!

Heynckes: 'Beim FCB fühle ich mich sauwohl'

Souverän, erfolgshungrig und voller Tatendrang hat Jupp Heynckes am Montag seine dritte Amtszeit beim FC Bayern eingeläutet. „Ich fühle mich so, als wenn ich wieder nach Hause gekommen bin. Hier beim FC Bayern fühle ich mich sauwohl“, sagte der 66-Jährige und rief zu „sehr gezielter, sehr konzentrierter“ Arbeit auf. „In der letzten Saison hat man gesehen: Auch der FC Bayern muss sein Leistungsvermögen abrufen, um wieder die Pole Position einzunehmen.“

Acht Kameras und mehr als 30 Journalisten hatten sich am Montag eingefunden, um dem ersten Auftritt des neuen, alten FCB-Cheftrainers beizuwohnen. Schon von 1987 bis 1991 hatte Heynckes auf dem Trainerstuhl des Rekordmeisters gesessen und damals zwei Meisterschaften (1989, 1990) gefeiert. Ende April 2009 war er als Interimscoach an die Säbener Straße zurückgekehrt und sicherte dem Klub mit 13 Punkten aus fünf Spielen noch die direkte Champions-League-Qualifikation.

„Vor zwei Jahren hatte ich mich eigentlich schon in den Ruhestand begeben“, erinnerte sich Heynckes an diese fünf Wochen, in denen er „wieder Geschmack am großen Fußball“ gefunden habe. Nach zwei erfolgreichen Jahren in Leverkusen, heuert er nun erneut in München an. Die „riesige Herausforderung“ beim FCB reize ihn, erklärte Don Jupp, der den Rekordmeister als „Nonplusultra im deutschen Fußball“ bezeichnete. „Wenn der FC Bayern ruft, nimmt man so ein Angebot freudig an.“

'Bayern ist größer als Real'

Der FC Bayern ist für Heynckes aber nicht nur eine reizvolle Aufgabe, sondern auch eine alte Liebe. Gut gelaunt berichtete der 66-Jährige von seiner Fahrt zum Tegernsee am vergangenen Samstag, bei der Erinnerungen an den Oktober 1991 aufkamen. Damals verhandelte er dort mit der Vereinsführung über seine Vertragsauflösung. „Darüber haben wir fünf Minuten gesprochen und dann, nach einem kulinarischen Genuss, haben wir Schafkopf gespielt. Daran sieht man, dass der FC Bayern kein Klub wie jeder andere ist.“

Das hat Heynckes nie vergessen, auch nicht während seiner Zeit bei Real Madrid (1997/98). „In Madrid habe ich mal gesagt, dass für mich Bayern München der größte Klub Europas ist. Das ist natürlich nicht gut angekommen“, erzählte er mit einem Schmunzeln auch zur Freude von Christian Nerlinger, der neben ihm auf dem Podium saß und Heynckes zuvor „herzlich willkommen“ geheißen hatte.

Nerlinger 'sehr glücklich'

„Wir sind sehr glücklich und sehr zufrieden, dass wir Jupp Heynckes wieder gewinnen konnten“, sagte der FCB-Sportdirektor, „er kennt diesen Verein in- und auswendig, er hat als Trainer herausragende Qualitäten, auch seine menschlichen Qualitäten sind unbestritten. Ich freue mich wahnsinnig auf diese Zusammenarbeit und bin fest davon überzeugt, dass es eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit wird.“

Heynckes selbst hat sich „hohe Ziele“ für die neue Saison gesetzt. „Natürlich haben wir das Ziel, Deutscher Meister zu werden“, betonte der FCB-Chefcoach und forderte: „Die Mannschaft muss in die Erfolgsspur zurückfinden. Wir haben ein sehr intensives Programm vor der Brust.“

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