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Wieder da!

Ivica Olic kehrt ins Mannschaftstraining zurück

Rafinha und Nils Petersen sind schon da, Manuel Neuer und Takashi Usami kommen noch - doch am Dienstag, einen Tag nach dem Trainingsauftakt, stand beim FC Bayern ein weiterer Neuzugang auf dem Platz: Siebeneinhalb Monate nach einer Operation im linken Knie wegen eines Außenmeniskus- und Knorpelschadens nahm Ivica Olic erstmals wieder am Mannschaftstraining des deutschen Rekordmeisters teil.

„Ich habe fast acht Monate darauf gewartet, wieder mit der Mannschaft zu trainieren und ich bin sehr froh, dass ich das ganze Training absolviert habe“, sagte ein überglücklicher Olic auf Nachfrage von FCB.tv, als er nach der rund 90-minütigen Einheit mit einem breiten Grinsen in Richtung Kabine marschierte. „Ich hoffe, es geht so weiter und ich kann mich gut auf die Saison vorbereiten.“

Auch der neue Chefcoach Jupp Heynckes freute sich über die Rückkehr des Stürmers in den normalen Trainingsbetrieb. „Ich mag solche Spieler wie Ivica Olic. Das ist ein Mannschaftsspieler, der einsatzfreudig ist, der nie aufgibt, der mannschaftsdienlich spielt und sehr positiv auf dem Spielfeld wirkt“, sagte Heynckes über den kroatischen Nationalspieler, der zuletzt am 26. Oktober 2010 das Trikot des FC Bayern trug.

Nach monatelanger Schinderei in der Reha brennt Olic nun darauf, bald wieder zu seiner alten Stärke zurückzufinden. Aus medizinischer Sicht kann der 31-Jährige ohne Einschränkungen am Training teilnehmen, nach einer so langen Pause will er aber nichts überstürzen. Daher denke er momentan „nur an das nächste Training“ und daran, sich „nicht wieder zu verletzen. Das ist mein Ziel.“

Viel Spaß im Fünf-gegen-fünf

Zunächst will er abwarten, wie sein Körper auf die erhöhte Belastung im Mannschaftstraining reagiert. „Ich war sehr froh, dass ich heute Fünf-gegen-fünf spielen konnte, das kannst du nicht allein trainieren und es hat viel Spaß gemacht.“ Klar sei aber, dass „wenn ich etwas merke, mache ich etwas anderes oder ich mache ein Pause.“ Durch regelmäßiges Training und über Einsätze in den Freundschaftsspielen will er Schritt für Schritt „zu meiner Form“ kommen, erklärte Olic.

Dabei kann der Kroate, der auch im Urlaub „gut trainiert“ hat, auf die „totale Unterstützung“ seines neuen Trainers zählen. „Er hat gesagt, dass er Geduld mit mir hat. Ich soll mich gut vorbereiten und ruhig bleiben“, so Olic. Dass der FCB nach dem Abschied von Miroslav Klose zu Lazio Rom neben Zweitliga-Torschützenkönig Petersen keinen weiteren Stürmer verpflichtete, wertet Olic als „großen Vertrauensbeweis“ des Vereins für sich.

Heynckes hat Geduld

Heynckes selbst hat in der vergangenen Saison in Leverkusen ähnliche Erfahrungen mit seinem Kapitän Simon Rolfes gemacht, der mit einer ähnlichen Verletzung ebenfalls lange ausgefallen war. „Solche Spieler muss man behutsam an Matchfußball heranführen. Ich hoffe und denke auch, dass uns das gelingen wird“, sagte der Fußballlehrer. Es sei für ihn „selbstverständlich“ gewesen, dass er Olic während der Sommerpause kontaktiert hat. „Wir haben lange miteinander gesprochen und ich habe ihm Mut gemacht.“

Genau fünf Wochen hat Olic nun Zeit, um sich bis zum ersten Pflichtspiel der Saison, der Erstrundenpartie im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig, wieder an die Mannschaft heran zu kämpfen. Bei einem Comeback gegen den Zweitliga-Aufsteiger könnte die lange Leidenszeit für Ivi endgültig vergessen sein. Das letzte seiner lediglich neun Pflichtspiele in der vergangenen Spielzeit bestritt er am 26. Oktober 2010 – beim 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen Werder Bremen.

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