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Wechsel perfekt

Manuel ist Bayerns neue Nummer eins

Jetzt ist es amtlich: Der FC Bayern hat für die kommende Saison einen neuen Torwart verpflichtet - und was für einen. Mit Manuel Neuer wechselt der in den Augen vieler Experten momentan vielleicht weltbeste Torhüter an die Säbener Straße. Der deutsche Rekordmeister und Neuers derzeitiger Verein FC Schalke 04 verständigten sich am Mittwoch über einen Wechsel des 25-Jährigen zum 1. Juli. Neuer wird einen Fünfjahresvertrag bis 2016 unterzeichnen und die Rückennummer eins erhalten.

„Ich freue mich riesig auf die große und spannende Herausforderung beim FC Bayern. Viele Kollegen aus der Nationalmannschaft werden jetzt meine Mitspieler in München. Daher werde ich kein Neuland betreten und mich sicherlich schnell eingewöhnen“, erklärte Neuer, der sich derzeit mit der DFB-Auswahl auf die beiden EM-Qualifikationsspiele gegen Österreich und Aserbaidschan vorbereitet.

Nummer-eins-Debüt gegen Bayern

„Der FC Bayern ist sehr glücklich darüber, mit Manuel Neuer nicht nur die Nummer eins der deutschen Nationalmannschaft, sondern auch einen der weltbesten Torhüter langfristig verpflichtet zu haben“, sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Neuer wird im Laufe der kommenden Woche in München die medizinischen Untersuchungen absolvieren und anschließend seinen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen.

Der 1,90 Meter große und 90 Kilogramm schwere Modellathlet gab sein Debüt als Nummer eins der Schalker am 5. November 2006, Gegner damals: Der FC Bayern (Endstand 2:2). Inzwischen stehen 156 Bundesliga- und 27 Europapokalspiele für Neuer zu Buche.

Überragende Statistik

„Manuel Neuer ist unglaublich. Das war die beste Leistung, die ich je von einem Torwart in einem Spiel gegen uns gesehen habe“, schwärmte Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson nach dem Champions-League-Halbfinale seines Teams gegen Schalke von dem Neu-Münchner. „Der Junge ist eine Weltsensation. Manuel Neuer kann alles. Er ist ein Torhüter, der aus meiner Sicht überhaupt kein Defizit hat“, schlug DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erst vor wenigen Tagen in die gleiche Kerbe.

Ein Blick auf die Statistik belegt dies. Mit 154 Gegentoren in 156 Bundesligaspielen hat er eine Quote von 0,99 Tore pro Spiel. Das ist die beste Bilanz die beste Bilanz aller Torhüter der Bundesliga-Geschichte mit mindestens 100 Einsätzen, noch vor Oliver Kahn (1,04). In der Königsklasse kassierte er in 22 Spielen ebenfalls nur 21 Tore. Seit seinem Bundesliga-Debüt 2006 blieb er in 62 Spielen ohne Gegentor. Kein anderer Torhüter kommt in diesem Zeitraum auf eine ähnliche Quote.

Dauerbrenner der Liga

Neuer bestritt die letzten 78 Bundesligaspiele über die volle Distanz und ist damit der Dauerbrenner der Liga, knapp vor FCB-Kapitän Philipp Lahm (75). Weitere Bestwerte? Bitte sehr: Mit 97 abgefangenen Flanken rangiert er in der Torhüterstatistik der abgelaufenen Saison ebenso auf Platz eins wie mit 127 (!) langen Abwürfen. Die Nummer zwei, Hoffenheims Tom Starke, folgt mit 61.

Doch am Ende zählen nicht Statistiken, sondern Titel. Mit den Schalkern gewann er vor knapp zwei Wochen erstmals den DFB-Pokal, mit der deutschen U21 wurde er 2009 in Schweden Europameister - mit nur einem Gegentor. Seit der WM 2010 in Südafrika, wo er am Ende den dritten Platz belegte, ist er die unumstrittene Nummer eins im deutschen Tor. Nun also auch beim FC Bayern, mit dem er weitere Titel sammeln will. Herzlich willkommen in München Manuel Neuer!

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