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'Mächtig stolz'

Petersens gelungener Start beim FC Bayern

Zunächst erfuhr er es aus der Zeitung. Einen Tag später bestätigte ihm sein Berater: Der FC Bayern will dich verpflichten! „Das hat mich mächtig stolz gemacht. Ein Angebot von Bayern ist die größte Bestätigung, die man für seine Arbeit bekommen kann“, blickt Nils Petersen zurück. Dann ging alles ganz schnell, der Wechsel von Energie Cottbus nach München wurde offiziell. Mittlerweile hat der Zweitliga-Torschützenkönig als Spieler des FC Bayern das Training auf die neue Bundesliga-Saison aufgenommen.

In München findet Petersen, der noch in einem Hotel wohnt, eine komplett neue Welt vor. Die 100.000-Einwohner-Stadt Cottbus hat er hinter sich gelassen, an den Großstadtrummel muss er sich erst gewöhnen. „Im Auto bricht regelmäßig Chaos aus, weil wir uns nicht auskennen. Ohne Navi kommen wir nicht weit“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Immerhin: Den Weg zum Bayern-Trainingsgelände in die Säbener Straße kennt der 22-Jährige schon. „Für den Notfall habe ich einen kleinen Planer dabei“, fügt Petersen an.

Den benötigt er auf dem Fußballplatz nicht. Egal ob Cottbus oder München. Petersen weiß, wo das Tor steht. 25 Zweitliga-Tore in der vergangenen Saison überzeugten die Bosse des FC Bayern. Nun will er dieses Vertrauen zurückzahlen und auch beim deutschen Rekordmeister für Furore sorgen. Eine konkretes Tore-Ziel steckt er sich zwar nicht, sagt aber: „Ich möchte nicht nur im Training vier Sterne auf der Brust haben, sondern im nächsten Sommer in den Spiegel schauen und sagen können, dass ich alles gemacht habe.“

Dafür legt er derzeit die Grundlagen. Die ersten Trainingseinheiten bei brütender Hitze hatten es bereits in sich. „Das Training hier kostet auch im Kopf Kraft. Alles geht schneller und man muss hochkonzentriert sein“, analysiert Petersen, der von einem „gelungenen Start“ beim FCB spricht: „Ich bin fitnessmäßig auf einem guten Stand und wurde von der Mannschaft super aufgenommen.“ Seine lockere, bescheidene Art kommt bei den Teamkollegen bestens an.

Großer Respekt vor Gomez

Und auch Cheftrainer Jupp Heynckes‘ erster Eindruck von Petersen ist positiv. Er sagt: „Er ist ein junger, intelligenter und hungriger Stürmer. Wer in der Zweiten Liga so viele Tore schießt, macht das auch oben. Gerade in einer offensiv ausgerichteten Mannschaft wie dem FC Bayern.“ Petersen gibt die Komplimente umgehend zurück. Von Heynckes habe er einen „super Eindruck. Er spricht viel mit einem und gibt hilfreiche Tipps“.

Petersen ist bewusst, dass er sich vermutlich zunächst einmal hinten anstellen muss. Mario Gomez, der gemeinsam mit den anderen Nationalspielern am Freitag die Vorbereitung aufnimmt, scheint nach seiner überragenden Saison als Bundesliga-Torschützenkönig gesetzt. Respektvoll sagt Petersen über Gomez: „28 Tore schießt man nicht einfach so. Er ist der beste Stürmer in Deutschland. An ihm muss und will ich mich messen, um eines Tages auch einmal so viele Tore zu schießen.“

Vorfreude auf die Saisoneröffnung

Das sind Petersens langfristige Ziele. In den nächsten Wochen will er sich zunächst einmal in seiner neuer Mannschaft zurechtfinden und die Welt des FC Bayern weiter kennenlernen. Nächster Schritt: Die Saisoneröffnung am Samstag in der Allianz Arena, die Petersen bislang nur aus den Gastspielen von Energie Cottbus bei Bayerns Lokalrivalen TSV 1860 München kennt. Vor allem dem erwartet großen Zuschauerandrang zum Showtraining fiebert er entgegen. Petersen mit einem Augenzwinkern: „In Cottbus wäre man froh gewesen, wenn so viele Menschen zum Spiel gekommen wären.“

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