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Wein, Schweiß und Zuversicht

Bayern beenden 'ein klasse Trainingslager'

Was er denn mit nach Hause nehmen werde, wurde Jupp Heynckes zum Abschluss des Trainingslagers im Trentino gefragt. „Ein paar Flaschen Wein, roten und weißen“, sagte der FCB-Chefcoach und lachte. Seine gute Laune war symbolisch für die sieben Tage am Nordufer des Gardasees, in denen die Bayern fast nur mit lachenden Gesichtern gesehen wurden. Dabei haben sie hart trainiert. „In Umfang und Intensität ist es außergewöhnlich, wie wir gearbeitet haben“, sagte Heynckes, der „ein sehr positives Resümee“ zog. „Es war ein klasse Trainingslager. Ich denke, dass wir die erste Grundlage für die Saison gelegt haben.“

Bei Temperaturen von zum Teil knapp unter 40 Grad floss der Schweiß bei zehn Trainingseinheiten vor imposanter Bergkulisse in Strömen. „Alle Einheiten sind super absolviert worden“, war Heynckes zufrieden. Kondition stand im Mittelpunkt der Trainingsarbeit, denn die Zeit drängt. „Nach den vier Wochen Vorbereitung haben wir gleich einen hohen Spielrhythmus“, erinnerte Don Jupp an die Champions-League-Qualifikation, die im August kaum mehr Fitnessarbeit zulasse. „Deswegen müssen die Grundlagen hier gelegt werden.“

Gleichzeitig arbeiteten die Bayern im Trentino aber auch an ihrer Spielorganisation. „Vorne hat Bayern München Kreativität, Phantasie, Klasse. Da passiert immer was. Wir müssen aber an unseren Defiziten arbeiten“, legte der FCB-Chefcoach den Fokus auf das Verhalten nach Ballverlust. „Abwehr ist eine Sache der gesamten Mannschaft.“ Heynckes ist überzeugt: „Die Abwehr wird stabiler werden.“

'Eine Top-Vorbereitung'

Auch die zwei Testspiele gegen eine regionale Auswahl (15:0) und die Nationalmannschaft Katars (4:2) nutzten die Münchner sowohl zur Fitnessarbeit als auch dazu, Automatismen (Pressing, Positionswechsel) einzustudieren. „Es war eine sehr intensive Trainingswoche“, stellte Christian Nerlinger „sehr zufrieden“ fest. „Alle Spieler sind sehr engagiert und aufnahmebereit“, meinte Heynckes.

Und außerhalb des Platzes verbreiteten alle trotz Muskelkater und schweren Beinen gute Stimmung. Bei Mountainbike- und Bootstouren, Poker und Tischtennis wuchsen Mannschaft und Trainerstab zusammen. „Die Neuen haben sich hervorragend integriert, im Trainingsbetrieb und in der Gruppe“, meinte Heynckes. Kapitän Philipp Lahm sagte: „Es war ein guter Start, ein ganz anderer als vor einem Jahr.“ Damals fehlten nach der Weltmeisterschaft viele Nationalspieler im Trainingslager. „Diesmal sind wir von Anfang an alle zusammen. Wir haben eine Top-Vorbereitung.“

Wunschlos glücklich

Und die geht am Montag in München weiter. „Nächste Woche werden wir nochmal hart und intensiv trainieren“, kündigte Heynckes an. Das Mannschaftshotel Du Lac et du Parc in Riva del Garda (Heynckes: „Jeder Wunsch wurde uns von den Lippen abgelesen.“) haben die Münchner am Samstag mit einem guten Gefühl verlassen. „Wie man sich bettet, so schläft man - und wie man trainiert, so spielt man“, hat Heynckes nicht nur ein paar Flaschen Wein aus dem Trainingslager mit nach Hause genommen, sondern auch große Zuversicht.

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl

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