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Kroos gibt Gas

'Er muss seine Chance beim Schopf packen'

89 Bundesliga-, 14 Europapokal- und 18 Länderspiele - als „großes Talent“, wie ihn Jupp Heynckes im Trentino bezeichnete, sieht sich Toni Kroos höchstens noch „vom Alter her“. Der 21-Jährige geht inzwischen in seine fünfte Profi-Saison und will natürlich das, was er auch in der Hinrunde der letzten Saison hatte: einen Stammplatz beim FC Bayern. Die Weichen dahin hat er bereits im Urlaub gestellt.

„Er hat sich physisch in sehr guter Verfassung präsentiert. Das ist das A und O bei Toni. Und dass er malocht, dass er arbeitet, 'nen Zahn zulegt - das macht er“, lobte Heynckes den Mittelfeldspieler, der unter ihm in eineinhalb Jahren in Leverkusen (2009-10) den Durchbruch geschafft hat. Beim FC Bayern ist die Konkurrenz aber eine andere, betonte der FCB-Chefcoach. „In Leverkusen hat er sich in die Mannschaft langsam hineinspielen können. Beim FC Bayern kriegt man nicht so viele Möglichkeiten. Er muss seine Chance beim Schopf packen.“

Vor dem Urlaub hat Heynckes Kroos darauf in einem Telefonat hingewiesen. „Er will, dass ich Gas gebe“, erzählte Kroos, „dass er mir fußballerisch nicht mehr viel beibringen muss, weiß er auch, hat er gesagt.“ Heynckes habe ihn zudem aufgefordert, „mit einer guten Physis“ aus dem Urlaub zu kommen. „Das habe ich gemacht“, schmunzelte der 21-Jährige und erzählte von seinem Jahr in Leverkusen, wo er sich mit zwei Kilo zu viel aus dem Urlaub zurückgemeldet habe. „Ich hab mir gesagt: Das machst du nicht noch mal bei ihm.“

'Der Trainer kennt meine Qualitäten'

Also hat Kroos auf sein Gewicht geachtet. Und jetzt im Trainingslager im Trentino gibt er Vollgas. „Er trainiert sehr gut“, berichtete Heynckes, der den technisch versierten Nationalspieler dort einsetzen will, „wo er gut spielt.“ Der Bayern-Trainer denkt dabei an das offensive Mittelfeld oder die linke Seite, wo er ihn einst auch in Leverkusen spielen ließ.

Toni selbst geht auch davon aus, dass seine Zukunft auf offensiven Mittelfeldpositionen liegt und nicht auf der Sechs, wo er zuletzt unter anderem in der deutschen Nationalmannschaft zum Einsatz kam. „Ich mag die Sechser-Position, das ist grundsätzlich eine Variante“, meinte er, „aber ich denke, dass mich der Trainer offensiver sieht. Er kennt meine Qualitäten“.

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl