präsentiert von
Menü
Heiß auf Tore & Titel

Gomez: 'Ich werde mich nicht zurücklehnen'

Vielleicht liegt es daran, dass Mario Gomez Manuel Neuer „grandios“ findet, „nicht nur als Torwart, sondern auch als Mensch“. Vielleicht ist der Bayern-Torero aber auch einfach nur großzügig. Den ersten Treffer gegen den neuen FCB-Torwart überließ er jedenfalls einem Fan aus der Oberpfalz (fcbayern.de berichtete). Doch mittlerweile kennt auch Gomez mit Neuer keine Gnade mehr. „Ich will da weitermachen, wo ich aufgehört habe“, sagte er. Und das ist eine Drohung.

39 Tore hat der 25-Jährige bei seinen letzten 36 Pflichtspieleinsätzen erzielt, mit 28 Treffern wurde er souverän Torschützenkönig der Bundesliga. Die Torjägerkanone in der neuen Saison zu verteidigen, sei aber „überhaupt“ nicht sein Ziel, sagte er im Trainingslager im Trentino. Und auch eine bestimmte Trefferzahl peilt er nicht an. „Ich werde mir nie eine Marke setzen.“

Für Gomez ist es ganz einfach. „Immer so viele Tore wie möglich machen und der Mannschaft helfen - das sind meine Ziele“, sagte er und wurde dann doch noch ein bisschen konkreter: „Ich will spielen und wieder so eine Saison hinlegen mit so vielen Toren wie letztes Jahr und dann mit der Mannschaft Erfolg haben.“

'Werde mich nicht zurücklehnen'

Titel mit der Mannschaft hat Gomez im letzten Jahr nämlich nicht geholt. Und das sei pure Motivation für die neue Saison, betonte der Goalgetter. Meisterschaft und DFB-Pokal-Sieg hat er fest anvisiert. Und auch für die Champions League ist er „sehr zuversichtlich, dass wir eine gute Rolle spielen werden.“

Doch jetzt in der Vorbereitung müsse man erst einmal die „Hausaufgaben machen.“ Und das bedeutet: schwitzen, schwitzen, schwitzen - auch für Toptorjäger Gomez. „Ich werde mich nicht zurücklehnen und sagen, der Trainer weiß schon, was ich kann. Ich werde versuchen, mich weiter zu verbessern und dem Trainer zu zeigen, dass er auf mich setzen kann“, sagte er.

'Ein ganz anderes Gefühl'

Das ist mit Sicherheit die richtige Herangehensweise. „Leistung ist für mich das entscheidende Kriterium, nicht Status“, gab Jupp Heynckes klar zu verstehen, dass sich kein Spieler auf seinen Lorbeeren ausruhen dürfe. Gomez weiß: „Wenn ich mein Bestes gebe, werde ich wieder gute Spiele machen und der Mannschaft helfen. Die Voraussetzung dafür ist, dass ich die Fitness habe - und die will ich mir hier holen.“

Aber auch an seiner Spielweise wolle er weiter feilen. „Ich bin nicht nur da, um den Ball vorne reinzumachen. Diesen Sprung habe ich letzte Saison gemacht, das will ich weiter optimieren“, sagte Gomez, der den FC Bayern vor einem Jahr beinahe verlassen hätte. Damals kam er noch nicht über die Jokerrolle hinaus. Das hat sich längst geändert. „Sicher, ich gehe mit einem anderen Gefühl in die Saison als letztes Jahr, keine Frage“, sagte er und versprach: „Ich werde wieder alles geben.“

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl

Weitere Inhalte