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Kompakt und abwehrstark

Heynckes legt Fokus auf die Defensive

Wenn die Bayern im Stadion von Arco ein Trainingsspiel austragen, ist Jupp Heynckes mittendrin. Der FCB-Chefcoach steht zusammen mit seinem Assistenten Peter Hermann mitten zwischen den Spielern auf dem Rasen, gibt Anweisungen, motiviert, kritisiert. „Ich beobachte die Mannschaft und arbeite daran, dass wir als Team weiterkommen“, erklärte er am Montag, wo der Schwerpunkt seiner Trainingsarbeit abgesehen von Fitnesstraining liegt. „Im modernen Fußball muss das Team funktionieren.“

Also wacht Heynckes mit Argusaugen darüber, dass sich Mannschaftsteile und Spieler lückenlos verschieben, dass die Mannschaft bei gegnerischem Ballbesitz kompakt zusammensteht und bei Ballgewinn geordnet angreift. An der taktischen Grundordnung des FC Bayern (4-2-3-1) werde er nichts ändern, erklärte der 66 Jahre alte Fußballlehrer, der mit dem gleichen System auch in Leverkusen Erfolg hatte. Er scheue sich aber nicht davor, im Spiel flexibel zu reagieren und gegebenenfalls umzustellen.

Wichtig sei aber, „dass in dem System alle Positionen immer besetzt sind“, betonte Heynckes, der besonders auch auf die Ausgewogenheit der Mannschaft achtet. „Es muss eine Balance da sein zwischen offensiven und defensiven Spielern. Diese zu finden, ist meine Aufgabe.“ Im Hauruck-Stil nach vorne wird es mit ihm nicht gehen. Ganz im Gegenteil: „Der FC Bayern muss wieder dahin kommen, dass der Gegner sagt: Es ist schwer, gegen Bayern ein Tor zu erzielen, so wie es in vielen Epochen des FC Bayern war.“

Eine kompakte Verteidigung und ein gezieltes Pressing, darauf legt Heynckes wert. „Die Abwehrarbeit muss vorne anfangen. Wenn nicht alle defensiv mitmachen, sieht die Abwehr alt aus“, erklärte Don Jupp und verwies auf die alte Fußballer-Weisheit: „Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften.“ Das soll sich in dieser Saison bewahrheiten.

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl

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