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Weiter so!

Heynckes zufrieden mit Boateng und Usami

Beide hatten vor gut einer Woche ihren Dienst beim FC Bayern angetreten, beide feierten am Mittwoch ihr Startelf-Debüt in der Allianz Arena, beide hinterließen einen vielversprechenden Eindruck. Jérôme Boateng und Takashi Usami ließen im Finale des AUDI Cups ihr Können aufblitzen und deuteten beim Duell mit dem FC Barcelona an, warum sie der FC Bayern verpflichtet hat.

„Jérôme hat ein gutes Spiel gemacht“, lobte Jupp Heynckes nach dem Schlusspfiff die Leistung des 22-Jährigen, der beim 0:2 gegen den Champions-League-Sieger einen ersten Härtetest im FCB-Trikot bestand. Zuvor war er nur beim Traumspiel in Passau (16:2) schon über 90 Minuten zum Einsatz gekommen, im AUDI Cup-Halbfinale gegen Milan (6:4 n.E.) hatte er in den letzten 19 Minuten hineingeschnuppert.

„Heute hat er gegen einen Klassegegner ein gutes Spiel gemacht. Er war sehr sicher und souverän in der Defensive“, war Heynckes mit Boateng gegen Barça sehr zufrieden. Zumal der deutsche Nationalverteidiger vor seinem Wechsel nach München drei Monate wegen einer Knie-OP nicht gespielt hatte und sich noch in der Eingewöhnungsphase beim FC Bayern befindet, wie Heynckes zu bedenken gab. „Dafür hat er sehr gut gespielt.“

Wenn nötig auch artistisch

„Ich fühle mich gut, es macht Spaß mit der Mannschaft aufzulaufen und zu spielen. Ich wurde super aufgenommen“, zog Boateng ein sehr positives Fazit seiner ersten Zeit in München. Seiner Bestform komme er Stück für Stück näher. „Ich habe lange nicht mehr in der Mitte verteidigt, aber ich denke, ich komme schnell wieder rein“, sagte der Innenverteidiger, der in den letzten Jahren überwiegend auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz gekommen war.

Gegen David Villa, Andrés Iniesta & Co. verteidigte Boateng mit Auge und viel Ruhe, wenn nötig klärte er auch artistisch mit vollem Körpereinsatz (38. Minute) oder per Hacke (42.). Bei seinen seltenen Ausflügen in die Offensive deutete er zudem seine Schussstärke an. Beinahe hätte er den FCB gegen Barça mit einer Direktabnahme (74.) noch einmal herangebracht.

Premiere in der Allianz Arena

Ansonsten setzte gegen die Katalanen vor allem Usami die Akzente in der FCB-Offensive. Mit seinen schnellen Drehungen war der 19-Jährige vom spanischen Meister vor allem in der ersten Halbzeit kaum in den Griff zu bekommen, drei (15., 39., 45.) der vier FCB-Chancen vor der Pause bereitete er vor. „Er hat angedeutet, dass er ein guter Fußballer ist. Wenn er sich körperlich stabilisiert, kann er ein guter Spieler für uns werden“, ist Heynckes überzeugt.

Im AUDI Cup-Finale lief Usami zum ersten Mal in der Allianz Arena auf, stand zum ersten Mal in der FCB-Startelf und spielte zum ersten Mal 90 Minuten durch. Dabei kam er sowohl auf dem rechten als auch auf dem linken Flügel zum Einsatz. „Ich kann auf beiden Seiten spielen. Heute bin ich aber besser reingekommen, als ich auf der linken Seite gespielt habe“, meinte er.

'Eine ganz andere Welt'

Beim deutschen Rekordmeister fühlt sich der Japaner, der von einem Dolmetscher auf Schritt und Tritt begleitet wird, „immer besser integriert“. Es dauere aber noch, bis er sich an die deutsche Kultur und den Bundesliga-Fußball gewöhne, meinte Heynckes. „Für Takashi ist das hier bei uns eine ganz andere Welt.“

Vor allem körperlich müsse der sprintstarke Offensivspieler noch zulegen. „Er ist körperlich noch nicht so stabil, dass er auch in der Rückwärtsbewegung dieses Tempo gehen kann“, sagte der FCB-Chefcoach. Auch Usami selbst sieht noch viel Luft nach oben bei sich: „Es kann noch einiges kommen.“ Ähnliches sagte Boateng über sich. Für beide gilt: Weiter so!

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