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Kapitän Lahm will FCB zu Titeln führen

Nachdem er in der vergangenen Winterpause die Binde beim FC Bayern übernommen hatte, spielte der Rekordmeister die beste Rückrunde aller Bundesliga-Teams. Nachdem er 2010 in Südafrika die Binde bei der deutschen Nationalmannschaft übernommen hatte, wurde das DFB-Team WM-Dritter und holte in der EM-Qualifikation aus sieben Spielen sieben Siege. Das lässt einiges erwarten für die neue Saison, in die Philipp Lahm den FC Bayern erstmals als Kapitän führen wird.

Für den 27-Jährigen selbst hat die Tatsache, dass er vor seinem ersten kompletten Spieljahr als FCB-Spielführer steht, jedoch „keine besondere Bedeutung“, wie er am Freitag im Trainingslager im Trentino sagte. An seinem Engagement als Kapitän ändere dies nichts. „Wenn man die Binde trägt, hat man auf und außerhalb des Platzes Aufgaben. Denen versuche ich nachzukommen.“

Eine dieser Aufgabe ist es, Meister zu werden. Diesen Anspruch habe der FC Bayern jedes Jahr, weiß Lahm, der den Rekordmeister in der kommenden Saison auch ins Champions-League-Finale in seiner Heimatstadt führen könnte. Auf diese Aussicht reagiert er aber gelassen. „Es ist unser großer Traum, zuhause in München die Champions League zu gewinnen. Aber erst einmal müssen wir uns qualifizieren“, betonte er.

Der Weg zum Titel in der Königsklasse sei lang und steinig. „Dirk Nowitzki ist das beste Beispiel. Er ist ein überragender Spieler, hat eine überragende Mannschaft um sich, aber er hat zehn Jahre daran gearbeitet, einmal Meister zu werden.“ Frühestens „in zwei, drei Monaten“ könne man einschätzen, „ob wir um die Champions League mitspielen können.“

Von rechts auf links

Jetzt heißt es für Lahm und seine Mannschaftskameraden aber erst einmal, fit zu werden. „Natürlich hat man schwere Beine und merkt die Muskeln, das gehört dazu“, sagte er einen Tag vor Ende des Trainingslagers im Trentino, in dem Jupp Heynckes abgesehen von der Konditionsarbeit an der Balance zwischen Offensive und Defensive feilt. 40 Gegentore hat der FCB in der letzten Bundesligasaison kassiert. „Das ist nicht gut“, weiß Lahm, „daran arbeiten wir, genauso wie am Umschalten von Defensive auf Offensive.“

Umschalten heißt es auch für Lahm selbst, der unter Heynckes von der rechten zurück auf die linke Abwehrseite wechselt. Im Training und im Testspiel gegen die Trentino-Auswahl ließ ihn der FCB-Chefcoach immer dort agieren. „Das finde ich eine sehr gute Entscheidung“, meinte Karl-Heinz Rummenigge.

Ribéry freut sich

Nach zwei Jahren kehrt Lahm somit auf seine ursprüngliche Position zurück. „Ich habe immer gesagt, dass das kein Problem für mich ist“, erklärte der 80-fache Nationalspieler, „ich denke, dass ich rechts in der Defensive einen Tick stärker bin, links in der Offensive. Ich werde mich in den Dienst der Mannschaft stellen und da spielen, wo ich am meisten nutze.“ Für Heynckes ist dies offensichtlich auf der Linksverteidigerposition.

Das freut Franck Ribéry, der hofft, an das gelungene Zusammenspiel mit Lahm von 2007 bis 2009 anknüpfen zu können. „Wir haben uns blind verstanden.“ Daran erinnert sich auch Lahm: „Ich freue mich auf Franck, das Zusammenspiel mit ihm hat immer gut geklappt. Ich habe mich aber auch rechts mit Arjen Robben sehr wohl gefühlt. Mit beiden macht es Spaß.“ Und Spaß will Kapitän Lahm in dieser Saison mit der gesamten Mannschaft haben.

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl

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