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'Ich will auch spielen'

Lehrling Alaba kämpft um seine Chance

Drei Torvorlagen, ein Pfostentreffer und viele gelungene Aktionen - David Alabas Arbeitszeugnis nach 45 Spielminuten im ersten Testspiel der neuen Saison kann sich sehen lassen, auch wenn der Gegner, eine Trentino-Auswahl, noch keine Messlatte war (15:0). „Ich werde jeden Tag mein Bestes geben, um meine Chance zu erhalten“, hatte er wenige Stunden zuvor im Pressetalk angekündigt und am Abend gleich in die Tat umgesetzt. Denn der jüngste Bundesliga-Spieler des FC Bayern aller Zeiten hat den Kampf um die Plätze mit Robben, Ribéry & Co. aufgenommen. „Klar ist, dass ich auch spielen will.“

Mittlerweile ist Alaba 19 Jahre alt, kann 22 Bundesliga- und zehn Länderspiele vorweisen. In der Rückrunde der letzten Saison war er an Hoffenheim ausgeliehen und etablierte sich dort sofort als Stammspieler. Am liebsten hätten sie ihn in Hoffenheim weiter behalten, doch dem hat Jupp Heynckes einen Riegel vorgeschoben. „Ich möchte, dass er bleibt“, betonte der FCB-Chefcoach im Trainingslager im Trentino.

„Ich fühle mich geehrt, dass Bayern München mich behalten will und andere mich wollen“, sagte Alaba, der „sehr froh“ ist, jetzt wieder das FCB-Trikot zu tragen. „Es ist, wie wenn ich nach Hause komme. Ich fühle mich sehr wohl.“ Seine Entwicklung in Hoffenheim hält er für „ganz in Ordnung. Ich habe regelmäßig gespielt, das war das Wichtigste für mich.“

Überzeugendes Gespräch mit Heynckes

So viel Spielpraxis wie möglich möchte Alaba auch in der neuen Saison haben. Da der FCB-Kader „sehr gut bestückt“ ist, war er einem erneuten Leihgeschäft nicht abgeneigt. Doch Heynckes hat ihn in einem Gespräch vom Bleiben überzeugt. „Davor war meine Sicht schon etwas anders“, erzählte der Österreicher, „der Trainer hat mir sehr viel Mut zugesprochen. Ich muss noch sehr, sehr viel lernen und denke, dass ich das hier bei Bayern München mit solchen Mitspielern sehr gut kann.“

Als 17-Jährigen hatte Heynckes Alaba vor gut zwei Jahren während seines Fünf-Wochen-Engagements beim FCB erstmals mit den Profis trainieren lassen. „Ein Wahnsinn war das“, kann sich der gebürtige Wiener noch gut daran erinnern. Inzwischen hat Alaba bewiesen, dass Heynckes ihn nicht zu Unrecht hochgezogen hat. In Hoffenheim habe der 19-Jährige „einen Riesenschub nach vorne“ gemacht, meinte Heynckes.

'Er wird seinen Weg machen'

Das hat Alaba vor wenigen Wochen im EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland unterstrichen. Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich der Österreicher bereitete er vor und legte insgesamt einen starken Auftritt hin. „Ich muss dahin kommen, dass ich konstant solche Leistungen bringe. Ich glaube, dass ich noch nicht so weit bin“, meinte der 19-Jährige, der seinen Vertrag beim FCB kürzlich bis 2015 verlängert hat.

In Hoffenheim und in der Nationalmannschaft kam Alaba zuletzt im linken Mittelfeld zum Einsatz. Dort plant jetzt offenbar auch Heynckes mit ihm, wenn man den Trainings- und Testspieleindrücken trauen darf. Der FCB-Chefcoach ist überzeugt: „David hat Perspektive und wird seinen Weg machen, auch bei uns.“

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl

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