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Usami zeigt sein Potenzial

'Man sieht, dass er Klasse hat'

„Usami, Usami“, hallte es von den Rängen. Jede Ballberührung wurde gefeiert. Bayerns neuer Japaner Takashi Usami benötigte beim LIGAtotal! Cup in Mainz nur wenige Minuten, um von den Fans des deutschen Rekordmeisters ins Herz geschlossen zu werden. Seine quirligen und schnellen Bewegungen, seine enge Ballführung und seine scharfen Flanken deuteten an, welches Potenzial in Usami steckt.

„Er ist ein technisch sehr guter Spieler, das hat man gesehen“, sagte Bayerns Cheftrainer Jupp Heynckes nach dem Debüt des jungen Japaners beim Sieg im Elfmeterschießen gegen Mainz. Auch Philipp Lahm war voll des Lobes: „Man sieht seine technischen Fähigkeiten, sein Dribbling. Man sieht, dass er Klasse hat. So muss ein Außenstürmer sein“, analysierte der Kapitän des FC Bayern.

Usami hat Eindruck hinterlassen. Dennoch: Es wartet noch viel Arbeit auf das 19 Jahre alte Talent, das der FC Bayern zunächst für ein Jahr aus Osaka ausgeliehen hat. Das Spieltempo in der Bundesliga ist mit dem in Japan nicht zu vergleichen. Lahm weiß: „Er braucht Zeit, um sich an den deutschen Fußball zu gewöhnen, er ist erst seit kurzem hier.“

Und auch Usami selbst blieb nach seinem ersten Auftritt im Bayern-Trikot bescheiden. Die „Geschwindigkeit und das Niveau des Spiels“ seien viel höher als in Japan. Daran wird sich Usami Schritt für Schritt gewöhnen. Denn laut Heynckes ist er ein „Klasse-Fußballer“, der „viele Lösungsmöglichkeiten hat, wenn er unter Druck ist“. Sportdirektor Christian Nerlinger sagte: „Wir trauen ihm eine gute Entwicklung zu.“

Usami lernt eifrig Deutsch

Probleme bereitet dem Japaner die Kommunikation. Derzeit spricht er weder deutsch noch englisch. Im Training wird er stets von seinem Dolmetscher begleitet. Usami versprach: „Ich werde hart an mir arbeiten, um meiner Mannschaft so schnell wie möglich helfen zu können.“

Das setzt er bereits in die Tat um. Teamkollege Nils Petersen verriet: „Bisher sehe ich ihn überall mit einem kleinen Übersetzer-Heft in der Hand. Er versucht einzelne Fußball-Begriffe aufzuschnappen. Das macht es schon einfacher.“ Aktuell wird Usami nach den Spielen nur von japanischen Journalisten umlagert. Vielleicht überrascht er aber bald schon mit seinem ersten Interview auf deutsch. Petersen: „Er ist wissbegierig und versucht, viel und schnell zu lernen.“

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