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'Ich will jeden Tag nutzen'

Neuer zwischen Integration und Perfektion

Die Sonne brennt vom Himmel, die Temperaturen erreichen die 30-Grad-Grenze, doch Manuel Neuer trainiert im Trentino mit langer Hose und langärmligem Shirt. „Mir ist auch heiß, ich schwitze auch“, versicherte er. Er wolle aber Schürfwunden vermeiden. Darum die lange Trainingstracht.

Die ersten Arbeitstage nach dem Urlaub seien „schwer“, berichtet er. Aber Neuer hat ein gutes Gefühl. Der Einstand beim FC Bayern sei „sehr angenehm, sehr schön“ gewesen, erzählte der 25-Jährige, der nach dem tollen Empfang in München „erleichtert“ ist. „Ich fühle mich sehr wohl.“

Beim FC Bayern sei alles „größer und einen Tick professioneller“ als in Gelsenkirchen, meinte er. „Es kümmern sich mehr Leute um einen. Als ich gerade in München war, da haben drei Leute gleichzeitig gefragt, ob sie noch was tun können für mich. Da sind sehr viele Mitarbeiter am Werke.“

Während Neuer das Umfeld beim FCB gerade erst kennen lernt, stößt er in der Mannschaft auf viele bekannte Gesichter, was ihm die Integration erleichtert. „Ich kenne viele aus der Nationalmannschaft“, sagte er, „die anderen lernt man im Trainingslager schnell kennen.“

Auf den Spuren von Kahn und Maier

Bestens bekannt sind die sportlichen Qualitäten des neuen FCB-Keepers. Neuer sei „ein Torwart, der beim FC Bayern Geschichte schreiben wird, genauso wie seine Vorgänger“, ist Jupp Heynckes überzeugt. Neuer bezeichnete es als „Ehre“, mit Spielern wie Oliver Kahn oder Sepp Maier verglichen zu werden. „Aber ich konzentriere mich auf mich. Ich möchte versuchen, so schnell wie möglich in den Rhythmus reinzukommen, mich zu verbessern, jeden Tag zu nutzen, meine Form zu bekommen.“

Verbessern? Paraden, Eins-gegen-Eins, Strafraumbeherrschung, Spieleröffnung - Neuer hat überall herausragende Qualitäten unter Beweis gestellt. Trotzdem sieht er „in allen Bereichen“ Luft nach oben. „Man will immer perfekt sein“, sagte er. Beim FC Bayern wolle er sich „persönlich und fußballerisch“ weiterentwickeln. Und natürlich „um Titel spielen“. Dafür ackert er bei 30 Grad in langen Klamotten.

Für fcbayern.de im Trentino: Nikolaus Heindl

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