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Tore erleichtern die Integration

Petersen: 'Es ist wichtig, gleich zu treffen'

Das offizielle Training am Mittwochvormittag war längst zu Ende, da stand Nils Petersen immer noch auf dem Platz. Gemeinsam mit Anatoliy Tymoshchuk, David Alaba und Cüneyt Köz absolvierte der Neuzugang von Energie Cottbus eine Sondereinheit Torschusstraining. Draußen lehnten Jupp Heynckes und Uli Hoeneß locker an der Barriere, im Gespräch vertieft. Nebenbei verfolgten sie natürlich aufmerksam das Treiben des Sonderschichten-Quartetts.

Ein Extra-Lob bekam zwar nur Co-Trainer Peter Hermann zu hören, den Heynckes wegen dessen präzisen Flanken auf Petersen und Co. im Flachs lautstark beglückwünschte, doch dem Coach und dem Präsidenten dürfte nicht entgangen sein, dass Petersen die Hereingaben des Assistenztrainers mit auffälliger Regelmäßigkeit zielsicher an Keeper Maximilian Riedmüller vorbei ins Tor bugsierte.

Petersen wird seinen Wert steigern

„Das ist ein junger, aufgeweckter, intelligenter, hungriger Stürmer“, hält Heynckes große Stücke auf den 22-Jährigen. Der Coach ist sicher, dass der Zweitliga-Torschützenkönig (25 Treffer) seinen Weg gehen wird. „In zwei Jahren ist er - ich möchte nicht sagen das Zehnfache - aber ein Vielfaches wert.“ Heynckes weiß ganz genau wovon er spricht, schließlich ist der ehemalige Weltklasse-Stürmer mit 220 Toren immer noch drittbester Bundesliga-Torjäger aller Zeiten.

Zwar ist Petersen erst rund zwei Wochen mit seinen neuen Teamkollegen zusammen, hat er sich aber für diese kurze Zeit schon gut in die Gruppe integrieren können. „Er ist schwer in Ordnung“, sagt Sturmkollege Mario Gomez über den Neuzugang, der selbst genau weiß, dass der FC Bayern fußballerisch eine andere Welt bedeutet, in der man sich erst einmal zurechtfinden muss.

Guter Einstand verleiht Schwung

Geholfen hat dem 1,88 Meter großen Goalgetter sicherlich sein guter Einstand in den ersten beiden Testspielen im Trainingslager gegen eine Trentino-Auswahl (15:0) und der Nationalmannschaft Katars (4:2), in denen er als Einwechselspieler insgesamt vier Tore erzielen konnte. „Obwohl die Treffer für den Verein keine Bedeutung haben, für mich persönlich war sie groß. Egal, wohin ich als neuer Spieler kam, war es immer wichtig, gleich zu treffen, um einen lockeren Fuß zu bekommen und Anschluss in der Mannschaft zu finden“, sagte Petersen in der Osttühringer Zeitung.

Tore sind für einen Mittelstürmer nunmal das Lebenselixier. Und für Treffer haben ihn die Bayern geholt. „Wenn man in der zweiten Liga so viele Tore schießt und auch in der Manier, wie er das gemacht hat, dann macht man natürlich auch oben Tore, vor allem auch in einer Mannschaft, die nach vorne spielt“, ist Heynckes felsenfest davon überzeugt, dass Petersen auf längere Sicht ein wichtiger Spieler für den FC Bayern werden kann.

In der Ruhe liegt die Kraft

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