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Trentino-Partnerschaft verlängert

Rummenigge über Boateng, Vidal und Neuer

Es war eine kurze Nacht für Karl-Heinz Rummenigge. Bereits in den frühen Morgenstunden machte sich der Vorstands-vorsitzende des FC Bayern auf den Weg von München nach Riva del Garda, wo der Rekordmeister gerade sein Sommertrainingslager abhält. Um kurz nach zehn Uhr fuhr der 56-Jährige im kleinen Stadion von Arco vor, wo er sich im Gegensatz zu München über „wunderschönes Wetter“ im Trentino freute.

Der Grund für Rummenigges Anreise war freilich nicht dem schlechten Wetter in der bayrischen Landeshauptstadt geschuldet. Vielmehr ging es für den früheren Nationalspieler und Italien-Legionär darum, die Verlängerung der bestehenden Partnerschaft zwischen dem FCB und der Region Trentino bis 2015 zu besiegeln. „Wir sind sehr glücklich über diese Partnerschaft und freuen uns, dass wir noch oft in dieser tollen Gegend zu Gast sein dürfen“, sagte Rummenigge. „Aus der Partnerschaft ist eine Freundschaft geworden.“

Kaum im Trainingsquartier angekommen, stellte sich Rummenigge geduldig den Fragen der anwesenden Journalisten. Dabei standen zwei Themenschwerpunkte im Vordergrund: Die weiteren Personalplanungen des FC Bayern sowie die Schmähungen gegenüber Torhüter Manuel Neuer am Rande des lockeren 15:0-Testspielerfolgs gegen eine lokale Trentino-Auswahl am vergangenen Mittwoch.

„Das ist eine eigenartige Veranstaltung, die ich auch noch nie erlebt habe“, sagte Rummenigge bezüglich der Verhandlungen mit dem englischen Premier-League-Klub Manchester City in der Personalie Jérome Boateng. Die Engländer, die einen „Mondpreis“ aufgerufen hätten, hätten nichts mehr von sich hören lassen, von daher gebe es „nichts Neues. Wir werden weiter abwarten.“ Allerdings müsse der FC Bayern „natürlich auch alternativ denken, wenn wir keine Lösung mit Manchester City hinkriegen“, betonte Rummenigge.

Fast ein Tobsuchtsanfall

Auch die Transferweigerungen von Bayer Leverkusen im Fall von Arturo Vidal sieht der Vorstands-Chef des Rekordmeisters gelassen. Man habe auch ohne den Chilenen ein „wunderbares Mittelfeld“, so Rummenigge. Klar sei aber auch, dass das Interesse an einer Verpflichtung des Defensivspezialisten weiter groß ist: „Wenn es zu einem bezahlbaren Kurs möglich ist, dann werden wir es machen.“

Weniger gelassen äußerte sich Rummenigge zu den Vorkommnissen um Neuzugang Manuel Neuer. „Stocksauer“ sei er gewesen, als er von den Schmähungen einer „sehr kleinen Gruppierung“ gegenüber Neuer erfahren habe. „Ich habe fast einen Tobsuchtsanfall gekriegt, weil ich felsenfest davon ausgegangen bin, dass die Dinge final geklärt sind“, so Rummenigge.

Große Anerkennung für Neuer

Die Geduld des FCB sei jedenfalls „am Ende. Diese Leute sind unerwünscht, was sie tun ist unerwünscht“, betonte Rummenigge und kündigte zugleich Konsequenzen an. „Wer jetzt nicht kapiert hat, dass Manuel Neuer Spieler von Bayern München ist und dementsprechend auch seriös und respektvoll behandelt werden muss, dem ist nicht zu helfen und dem wird man dann auch helfen müssen.“

Mit großer Anerkennung äußerte sich Rummenigge dagegen über Neuer: „Ich bewundere ihn mittlerweile, wie gelassen, wie souverän er mit diesen Dingen umgeht. Da kann ich nur sagen, er scheint eine extrem ausgeprägte, positive Persönlichkeit zu sein.“

Für fcbayern.de in Riva del Garda: Nikolaus Heindl

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