präsentiert von
Menü
'Ein spezielles Spiel'

Boatengs Wiedersehen mit dem Hamburger SV

Gut, dass Jérôme Boateng jetzt ein Bayer ist. Denn als er noch für den Hamburger SV spielte, erlebten die Hanseaten eine ihrer erfolgreichsten Phasen gegen den deutschen Rekordmeister. Von den sechs Nord-Süd-Duellen in diesen drei Jahren (2007-2010) verloren sie nur eines (2 Siege, 3 Remis). An diesem Samstag, wenn der HSV in der Allianz Arena zu Gast ist, trägt Boateng aber ein FCB-Trikot. Und dann will der ehemalige Hamburger mit Bayern jubeln.

„Es ist wichtig, dass wir zuhause drei Punkte holen“, sagte Boateng vor dem ersten Wiedersehen mit seinem Ex-Klub. Vor fast genau vier Jahren (2. September 2007) hatte er gegen den FC Bayern (1:1) sein erstes Bundesliga-Spiel für den HSV gefeiert. Schnell wurde er danach zum Stammspieler und debütierte er in der deutschen Nationalmannschaft. 2010 verließ er den HSV dann Richtung Manchester City. „Es ist natürlich schon ein Stück weit ein spezielles Spiel für mich“, meinte der 22-Jährige jetzt, „ich hatte in Hamburg eine schöne Zeit und habe dem HSV viel zu verdanken. Ich freue mich auf das Spiel.“

Schon vor ein paar Wochen beim LIGA total!-Cup wäre es beinahe zum Wiedersehen mit Hamburg gekommen. Damals, nur wenige Tage nach seiner Ankunft in München, ließ Jupp Heynckes seinen neuen Innenverteidiger aber noch nicht zum Einsatz kommen. Inzwischen ist Boateng eine feste Größe in der Hintermannschaft des FC Bayern. In allen bisherigen Pflichtspielen stand er in der Startelf, an den ersten beiden Bundesligaspieltagen war er beste Zweikämpfer des FCB (75 Prozent gewonnen).

„Es geht noch was nach oben“, betonte Boateng jedoch, dass er noch nicht in Topform ist. „Ich fühle mich gut, es macht Spaß, mit der Mannschaft Fußball zu spielen. Aber ich war drei, vier Monate verletzt. Es ist wichtig für mich, Spielpraxis zu sammeln. Dann werde ich wieder ganz der Alte sein“, ist der 14-fache Nationalspieler überzeugt.

Die nächste Chance auf Spielpraxis bietet das Duell mit dem HSV. „Es ist schwer zu sagen, wo der HSV steht. Auf jeden Fall dürfen wir ihn nicht unterschätzen“, warnte Boateng vor seinem in dieser Saison noch sieglosen Ex-Klub, zu dem er noch „ein paar Kontakte“ pflege (zum Beispiel zu Änis Ben-Hatira). Doch die werden am Samstag ruhen. Dann wird Boateng alles dafür tun, eine sehr erfolgreiche FCB-Phase in der Geschichte des Nord-Süd-Derbys zu gestalten.

Weitere Inhalte