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Magnin, Tschik, Letzigrund

Das ist der FC Zürich

Das erste Duell in der 111-jährigen Vereinsgeschichte des FC Bayern mit dem FC Zürich hat bereits begonnen, sogar schon vor der Auslosung. „Ich habe diese Tage noch mit Ludovic Magnin gesimst. Wir haben über dieses Spiel gesprochen“, schmunzelte Mario Gomez, kurz nachdem das Playoff-Duell zur Champions League tatsächlich feststand. „Ich freue mich darauf, ihn jetzt wiederzutreffen.“

Mit Linksverteidiger Magnin hatte der FCB-Torjäger vier Jahre lang (2005-09) beim VfB Stuttgart zusammengespielt, jetzt sind sie am 17. und 23. August Gegner. Seit Januar 2010 trägt der inzwischen 32-jährige Magnin, der auch für Bremen (2001-05) in der Bundesliga aktiv war, das Trikot des Züricher Arbeiterklubs.

Abgesehen von Magnin ist Innenverteidiger Mathieu Beda (1. FC Kaiserslautern, TSV 1860 München) der in Deutschland bekannteste Profi im Kader von Urs Fischer (im Bild). Der 45-jährige Trainer ist ein Züricher Urgestein. Zwölf Jahre lang war er als Spieler für den FCZ aktiv, danach wurde er Nachwuchscoach, seit April 2010 sitzt er auf der Trainerbank der Profis. Einer der Vorgänger Fischers ist übrigens eine Trainerlegende des FC Bayern: Tschik Cajkovski. Der ersten Bundesliga-Trainer des FC Bayern coachte von 1978 bis 1980 den FC Zürich.

'Heiliger Bimbam!'

Aktuell läuft es nur in der Champions-League-Qualifikation nach Plan für den Schweizer Vizemeister, dem in der letzten Saison nur ein Punkt auf Meister Basel fehlte. In die neue Spielzeit, die vor drei Wochen begann, legten die Züricher mit drei Niederlagen in drei Spielen (davon zwei gegen Aufsteiger) einen Fehlstart hin. „Ich schäme mich für diesen Auftritt, und ich hoffe, die Spieler tun das auch. Sie machen sich selbst lächerlich“, sagte Sportchef Fredy Bickel nach der jüngsten Pleite in Lausanne (1:2).

Erfolgreich lösten die Schweizer hingegen ihre erste Aufgabe in der Champions-League-Qualifikation. Gegen Standard Lüttich setzten sie sich mit einem 1:0-Heimsieg nach einem 1:1 in Belgien knapp durch. Jetzt kämpfen sie mit dem FC Bayern um den Einzug in die Gruppenphase. „Heiliger Bimbam! Das ist für uns alle ein großes Erlebnis“, freut sich Präsident Ancillo Canepa über das „Wunschlos“ FCB. „Im Prinzip haben wir keine Chance. Aber deshalb sollten wir die Chance wahrnehmen. Bayern muss eine gute Leistung zeigen, wenn sie uns schlagen wollen.“

Achtungserfolge gegen Milan

Bislang gelang dem FC Zürich erst einmal der Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. Vor zwei Jahren (2009/10) blieb dem Stadtclub gegen Real Madrid, Olympique Marseille und den AC Mailand aber nur der letzte Platz. Immerhin gelangen den Schweizern gegen Milan zwei Achtungserfolge. Auswärts gewannen sie 1:0, zuhause holten sie ein 1:1. Die größten internationalen Erfolge des FCZ liegen Jahrzehnte zurück. 1964 und 1977 erreichten die Züricher jeweils das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister.

National ist der FCZ mit 12 Meisterschaften und sieben Pokalsiegen hinter den Grasshoppers Zürich, dem FC Basel und Servette Genf einer der erfolgreichsten Klubs der Schweiz. Die großen Rivalen Grasshoppers und Basel sind auch Gegner der FC’ler in den beiden nächsten Ligaspielen, ehe es zum Playoff-Hinspiel zum FC Bayern geht. Eine Woche später steht dann das Rückspiel im zur EM 2008 modernisierten Letzigrund (25.000 Sitzplätze) auf dem Programm.

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