präsentiert von
Menü
'Mannschaft ist hungrig'

Entschlossener FCB will in die Gruppenphase

Der Auftrag ist klar: 90 Minuten trennen den FC Bayern noch vor dem ersehnten Einzug in die Gruppenphase der Champions League. Bereits ein Remis genügt dem deutschen Rekordmeister im Playoff-Rückspiel beim Schweizer Vizemeister FC Zürich am Dienstagabend (ab 20.30 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio), um nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel zum insgesamt 15. Mal die Startberechtigung für die Königsklasse perfekt zu machen.

„Die Mannschaft ist hungrig, die Mannschaft will in die Gruppenphase der Champions League“, sagte Trainer Jupp Heynckes vor dem Gastspiel im mit 23.500 Zuschauern ausverkauften Letzigrund. Nach den jüngsten Erfolgen in der Liga sieht der 66 Jahre alte Fußballlehrer sein Team gerüstet für die entscheidende Aufgabe beim Stadtclub. Heynckes: „Wir nehmen die Partie sehr ernst. Zürich wird zuhause viel mutiger und vehementer nach vorne spielen. Wir dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen.“

Trotz der vermeintlich klaren Ausgangsposition ist man sich beim FCB einer Sache bewusst: Ein Selbstläufer wird die Partie gegen den FCZ nicht. „Eines darf man im internationalen Fußball nicht tun: einen Gegner unterschätzen. Das werden wir auf keinen Fall“, warnte Heynckes. Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge appellierte an die Spieler, die Begegnung mit „Respekt“ und „Konzentration“ anzugehen.

„Wenn wir den Fehler machen, dass wir arrogant spielen und glauben, dass wir weiter sind, dann kann es noch problematisch werden.“ Vorrangiges Ziel für die Münchner sei es, „1:0 in Führung zu gehen“, so Rummenigge. „Dann herrscht Ruhe, dann herrscht Klarheit. Dann wird es für die Züricher sehr, sehr schwer, uns noch rauszuschmeißen.“

Keine Gala

Auch die Profis des FCB wissen, „worum es geht“, erklärte Bastian Schweinsteiger. „Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen, dürfen uns aber nicht darauf ausruhen. Es ist ein wichtiges Spiel für den Verein, jeder Spieler will in die Gruppenphase.“ Angesichts des Zwei-Tore-Vorsprungs aus dem Hinspiel erwartet Schweinsteiger aber „keine Probleme. Wir sind felsenfest davon überzeugt, weiterzukommen“, auch wenn sich „Zürich sicher nicht aufgeben wird.“

Torjäger Mario Gomez machte eine einfache Rechnung auf: „Wir wollen zu Null spielen, dann sind wir in der Champions League. Das ist unser wichtigstes Ziel. Wir müssen da keine Gala hinlegen. Wir müssen auch nicht denken, dass wir jetzt Zürich 5:0 oder 6:0 schlagen. Wir müssen einfach da hinfahren, zu Null spielen, in die Champions League einziehen und nach Hause fahren. Das ist alles.“

Bestmögliche Elf

Heynckes kann in seiner ersten Dienstreise auf europäischen Parkett personell fast aus dem Vollen schöpfen. „Wir spielen mit der bestmöglichen Mannschaft“, kündigte der Chefacoach an, der neben dem neuerlichen Ausfall von Ivica Olic (Heynckes: „Eine sehr bittere Nachricht für uns“) lediglich der rekonvaleszente Breno sowie Danijel Pranjic verzichten muss. Mit 19 Spielern ist der FCB am Montag nach Zürich geflogen, einem Akteur droht noch ein Platz auf der Tribüne.

Die Hoffnungen der Schweizer auf ein sportliches Wunder tendieren spätestens nach der 0:2-Ligapleite gegen den Tabellenletzten Xamax Neuchâtel fast gegen null. „Es besteht noch eine Chance - und an die werden wir glauben“, versicherte Trainer Urs Fischer trotzig. Ihn plagen Verletzungssorgen, zudem ist der frühere Bundesligaspieler Mathieu Beda nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Hinspiel gesperrt.

Für fcbayern.de in Zürich: Carsten Zimmermann

Weitere Inhalte