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Allez!

Franck Ribéry nimmt Fahrt auf

Blauer Himmel, Sonne pur und 30 Grad - der erste freie Tag für die FCB-Profis seit zwei Wochen war wie gemalt. Doch nicht alle legten ihre Füße am Donnerstag hoch. Franck Ribéry zum Beispiel drehte am Nachmittag ein paar Laufrunden um den Platz. Der Franzose ist offenbar gar nicht mehr zu bremsen. Denn in den letzten Wochen hat er richtig Fahrt aufgenommen.

„Franck war heute Alleinunterhalter und das Eintrittsgeld wert“, war am Dienstagabend Ex-Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld begeistert von der Leistung Ribérys beim Spiel in Zürich. Auch Jupp Heynckes fand seinen Flügeldribbler herausragend: „Franck war in der zweiten Halbzeit sicher der beste Spieler auf dem Platz.“

Im Letzigrund-Stadion hatte sich Ribéry in einen Rausch gespielt. Vor allem in den zweiten 45 Minuten machte er mit dem Gegner, was er wollte, drang immer wieder gefährlich in den Strafraum ein, nur beim Abschluss hatte er kein Glück. Heynckes gefiel aber vor allem, dass Ribéry auch die Defensivarbeit nicht vergaß. „Er hat heute in der zweiten Hälfte gut nach hinten mitgeholfen. Das ist wichtig im heutigen Spitzenfußball.“

Ribéry selbst sprüht schon seit der Vorbereitung im Juli nur so vor Spielfreude. „Ich mache viele Dribblings, ich laufe viel“, erzählte er in Zürich bestens gelaunt. Er habe „viel Spaß“, lobte er die Atmosphäre in der Mannschaft, die die Grundlage dafür sei, dass er Topleistungen bringen kann.

Heynckes' Händchen

Das weiß auch Heynckes. „Es ist im heutigen Spitzenfußball wichtig, dass man die Spieler mit ins Boot nimmt, für sie Verständnis hat“, sagte der FCB-Chefcoach, der offenbar das richtige Händchen für den 28-Jährigen hat. „Die Motivation spielt heute eine wichtige Rolle, auch wie man einen Spieler zu nehmen hat. Ich glaube, ich habe das rausgekriegt, wie man Franck Ribéry zu nehmen hat.“

Ribéry fühlt sich also pudelwohl. Auch eine Sprunggelenksverletzung, wegen der er den Pflichtspielauftakt in Braunschweig verpasste, konnte ihn nur kurz ausbremsen. In den letzten vier Spielen stand er immer in der Startformation und leistete seinen Beitrag zu vier Siegen: In Wolfsburg bereitete er den Siegtreffer vor, gegen den HSV erzielte er ein Tor, im Zürich-Hinspiel traf er den Pfosten, im Rückspiel war er für alle Zuschauer der Spieler des Abends. Allez!

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