präsentiert von
Menü
Endlich wieder Tabellenführer

Fünf Gründe für den 'guten Saisonstart'

„Spitzenreiter, Spitzenreiter!“ Ein allseits beliebter Fangesang. Am kommenden Spieltag, wenn der FC Bayern den SC Freiburg empfängt, kann dieser endlich wieder in der Münchner Allianz Arena angestimmt werden. Durch den 3:0-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Samstag stehen die Bayern mit neun Punkten aus vier Bundesliga-Spielen erstmals seit 476 Tagen wieder ganz oben in der Tabelle - vor Schalke, Bremen, Hannover und Dortmund. Das letzte Mal war dies am 34. Spieltag der Saison 2009/10 der Fall, als die Münchner am 8. Mai 2010 beim Gastspiel in Berlin (3:1) die Deutsche Meisterschaft feierten - eine gefühlte Ewigkeit.

„Ein guter Saisonstart“, wie Sportdirektor Christian Nerlinger betonte. Mehr nicht. Denn noch ist die Meisterschale 30 Spieltage entfernt. Das stellte auch Torjäger Mario Gomez klar: „Wir dürfen jetzt nicht glauben, dass es von alleine läuft. Wir müssen jede Woche hart für den Erfolg arbeiten.“ Dessen sind sich alle bewusst. Doch der positive Start macht bei Spielern und Fans Lust auf mehr. fcbayern.de nennt fünf Gründe, warum es derzeit so gut läuft.

Defensivstärke
Ein Gegentor nach sieben Pflichtspielen - das gab es noch nie in der Geschichte des FC Bayern. Jupp Heynckes ist es in wenigen Wochen gelungen, aus einer wackeligen Defensive, die in der vergangenen Bundesliga-Saison 40 Gegentore kassierte, ein Abwehrbollwerk zu formen. „Das Umschalten von Offensive auf Defensive setzt die Mannschaft überragend um“, sagte Heynckes. Hinten verlieren Philipp Lahm und Co. fast keinen Zweikampf, vorne machen Franck Ribéry und Co. die Räume eng - das Defensivkonzept der Münchner greift! Manuel Neuer bekam in den ersten sieben Pflichtspielen nur sieben Schüsse auf sein Tor. Zum Vergleich: In der vergangenen Spielzeit waren es im Schnitt fast vier - pro Partie.

Homogenität
Heynckes setzt in dieser Saison auf Rotation: Mal läuft Luiz Gustavo auf der Sechser-Position auf, mal Anatoliy Tymoshchuk. Mal verteidigt Daniel van Buyten innen, mal Jérôme Boateng. Nicht nur auf diesen zwei Positionen hat Heynckes die Qual der Wahl. Egal, wer in die erste Elf rutscht - ein Qualitätsunterschied ist kaum zu spüren. „Im Moment haben wir eine sehr homogene Mannschaft. Auch, wenn vom einen zum anderen Spiel drei neue Spieler auflaufen. Es funktioniert!“, analysierte der Coach. Der Kader wurde im Sommer sinnvoll verstärkt: Neuer, Boateng und Rafinha sind bereits feste Bestandteile der ersten Elf. Nils Petersen kann Heynckes jederzeit in den Sturm beordern, Takashi Usami hat sein großes Potential ebenfalls bereits angedeutet. Fast jede Position beim FC Bayern ist doppelt besetzt, ein Genuss für Heynckes. Da kann selbst der Ausfall von Arjen Robben für eine gewisse Zeit kompensiert werden.

Offensivstärke
81 Tore erzielten die Bayern in der letzten Saison. Seit 23 Jahren war einer Bayern-Mannschaft dieses Kunststück nicht mehr gelungen. Und offensiv hat sich das Gesicht der Münchner nicht verändert: Gomez, Ribéry, Robben, Müller - die vier Protagonisten wirbelten auch in den ersten sieben Pflichtspielen dieser Spielzeit die gegnerischen Abwehrreihen ordentlich durcheinander. Dazu hat Heynckes mit Toni Kroos, Petersen, Usami, David Alaba oder dem derzeit verletzten Ivica Olic starke Alternativen in der Hinterhand. „Vorne machen wir immer Tore“, weiß Van Buyten.

Teamgeist
Der FC Bayern präsentiert sich als Einheit. Bestes Beispiel: Gomez waren die Lobeshymnen nach seinem Dreierpack gegen Kaiserslautern unangenehm. Stattdessen würdigte er die Arbeit der kompletten Mannschaft sowie die überzeugende Leistung von Müller. „Es soll nicht heißen: Gomez hat Kaiserslautern abgeschossen. Denn so war es nicht! Wir haben als Mannschaft super gearbeitet“, merkte Gomez an. Auch Heynckes, der die Spieler täglich erlebt, weiß: „Sie verstehen sich auf und außerhalb des Platzes sehr gut.“

Perfekte Vorbereitung
Der fünfte und letzte Grund für Bayerns überzeugenden Saisonstart: 2011 fand kein internationales Turnier statt. Weder eine kräftezehrende WM wie 2010, noch eine EM, die im kommenden Jahr auf dem Programm steht, störte die Vorbereitung der Stars. Die Nationalspieler starteten ausgeruht in die neue Saison und Heynckes standen fast vom ersten Tag an sämtliche Spieler zur Verfügung. Im Jahr zuvor war dies nicht der Fall: Da stiegen die WM-Stars erst fünf Tage vor dem ersten Pflichtspiel ins Training ein.

Weitere Inhalte